Spatenstich im Caritas-Dorf St. Anton

Spatenstich im Caritas-Dorf St. Anton

Neues Haus für Menschen mit Autismus

1921 kaufte die Caritas das Traunergut um 2,3 Millionen Gulden, das Caritas-Dorf St. Anton in Bruck an der Großglocknerstraße entstand. Heuer wird es 100 Jahre alt. In diesem Jubiläumsjahr startet der Neubau dieser einzigartigen Einrichtung, ein Haus speziell für Menschen mit Autismus.

Knapp 70 Menschen leben heute im Dorf St. Anton. Sie wohnen in verschiedenen Wohnhäusern je nach individuellem Bedarf, arbeiten im Tageszentrum, im Facility Team oder in der Ton- und Holzgruppe und leben in einem wohlwollenden, inklusiven und zeitgemäßen Umfeld. Zwölf Menschen mit Autismus wird die Caritas ab Sommer 2022 dort betreuen.

„Seit 100 Jahren ist das Caritas-Dorf in St. Anton eine unverzichtbare Unterstützung in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen im Pinzgau. Darüber hinaus ist der Standort ein wichtiger Arbeitgeber für knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Sozialreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn beim Spatenstich. „Nun bekommen Menschen mit Autismus ein eigenes Zuhause, in dem sie individuell betreut und begleitet werden. Sie finden in dem Neubau ausreichend Rückzugsbereiche und wachsen in einer stabilen Umgebung auf. Die Gebäude im Caritas-Dorf werden schrittweise renoviert und noch besser auf die Bedürfnisse von unterschiedlichen Menschen zugeschnitten.“

 

Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer betonte: „Die Bedürfnisse beim Wohnen sind so individuell wie die Menschen, für die gebaut wird. Mit der Wohnbauförderung werden auch soziale Projekte umgesetzt und Wohnraum in ausgesprochen hoher Qualität für einzigartige Menschen geschaffen. In diesem Lebensumfeld können sie zur Ruhe kommen und sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln.“

„Hier finden die Bewohnerinnen und Bewohner seit nunmehr 100 Jahren nicht nur ein Zuhause, sondern einen Ort für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Eine wichtige Säule dabei ist das Therapiezentrum Pinzgau und die einzigartig ausgestattete Sonderschule. Diese hat sich zu einer wichtigen Einrichtung für Menschen aus der Region entwickelt“, so Landesrätin Daniela Gutschi in Vertretung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg, hob hervor, „wie viel Zeit und Liebe, Zuwendung und Geduld die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, die Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen 100 Jahren den Menschen gegeben haben. Viel Unterstützung ist von allen Seiten gekommen, von Kirche, Politik, Wirtschaft und durch Spenden. Ich bin stolz auf das, was sich hier über die Jahre entwickelt hat und weiter entwickeln wird.“

Das Elisabethhaus in St. Anton wird eine Einrichtung für Menschen im Autismusspektrum. Die Einzelwohnungen mit jeweils 30 Quadratmetern, die Gemeinschaftsbereiche mit mehr als 700 Quadratmetern und der große Garten bieten eine ruhige und stabil gleichbleibende Umgebung mit möglichst wenigen äußeren Reizen, dafür aber sehr viel Struktur und Betreuung.