30. Dezember 2013 16:31
Aufgepasst:
Neuerungen 2014
Was alles neu wird 2014? Hier die Infos!
Neuerungen 2014
© Antenne Salzburg

PKW Neuerungen 2014

Auf Autofahrerinnen und Autofahrer kommen 2014 zahlreiche Änderungen zu. Die Latest-News dabei: Die Regierung schraubt an einem Belastungspaket und verteuert mit der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und der motorbezogenen Versicherungssteuer den fahrbaren Untersatz erheblich.
 

  • Angedacht ist eine Verteuerung der NoVA für verbrauchsstarke Pkw. Die motorbezogene Versicherungssteuer soll künftig einem Stufensystem unterliegen, unterm Strich werden Fahrzeuge mit höherer Motorleistung stärker besteuert.
     
  • Parkausweis für Menschen mit Behinderungen. Es wird künftig wird es keinen eigenen Ausweis mehr geben. Ab 1. Jänner 2014 wird für die Parkerleichterungen folgende Zusatzeintragung im Behindertenpass benötigt: „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung aufgrund einer Behinderung”. Diese Zusatzeintragung gilt im Gegensatz zum alten §-29b-Ausweis nicht nur für „gehbehinderte” Personen, sondern kann auch von Menschen mit anderen Beeinträchtigungen beantragt werden
     
  • Eine wesentliche Änderung ergibt sich auch für Lenker von Firmenautos. Der maximale Sachbezug bei Privatnutzung eines Firmen-Pkw soll von 600 auf 720 Euro angehoben werden.

ÖBB Neuerungen 2014

  • 2014 erhöht die ÖBB ihre Fahrkartenpreise um zwei Prozent. Gleichzeitig bekommen die Fahrgäste bei Verspätung leichter Entschädigung. Eine Änderung gibt es auch bei der Pendlerpauschale.
     
  • Bahnreisende müssen im Jahr 2014 meistens tiefer in die Tasche greifen: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erhöhen ihre Kartenpreise im Schnitt um zwei Prozent. Einige Strecken werden aber auch günstiger, eine Fahrt von Wien nach Salzburg kostet indes weiterhin 49,90 Euro. Auch die mehrheitlich private Westbahn hat eine Tarifanpassung angekündigt.
     
  • Bei Zugverspätungen bekommen die Fahrgäste ab dem nächsten Jahr leichter eine Entschädigung: Bahnunternehmen müssen ab 2014 ihre monatliche Pünktlichkeit im Internet veröffentlichen. Wenn in einem Monat mehr als fünf Prozent der Züge zu spät sind, bekommen Jahreskartenbesitzer zehn Prozent der Kosten einer Monatskarte retour.
     
  • Änderungen bei der Pendlerpauschale gibt es im wesentlichen in den folgenden Punkten: Ab sofort gilt: Nur mehr 60 Minuten ist ein öffentliches Verkehrsmittel immer zumutbar (bisher waren es 90 Minuten) und bei über 2 Stunden Wegzeit sind Öffis generell unzumutbar (bisher waren es 2,5 Stunden).
  • Bei Wegzeiten von mehr als einer Stunde bis zwei Stunden gilt folgendes: Bei über 1 Stunde Wegzeit erhöht sich die Zumutbarkeit pro Kilometer Arbeitsweg um eine Minute. Als Wegzeit gilt die gesamte Zeit vom Verlassen der Wohnung bis zum Arbeitsbeginn. Das bedeutet bei 10 km Arbeitsweg sind 60 Min + 10 Min Wegzeit zumutbar. Bisher galt, dass Unzumutbarkeit dann gegeben war, wenn die Wegzeit mit dem Massenbeförderungsmittel länger dauerte, als die dreifache Fahrzeit mit dem Kfz.

Pension Neuerungen 2014

Wer noch nicht in Pension ist und vor dem gesetzlichen Alter von 60 bzw. 65 Jahren gehen will, für den wird es mit Jahresbeginn deutlich schwieriger und teurer.

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  • Mit der Hackler-Regelung wird man nicht mehr mit 55 bzw. 60 Jahren abschlagsfrei nach 40 bzw. 45 Versicherungsjahren in Pension gehen können. Das frühestmögliche Antrittsalter wird für Männer auf 62 Jahre hinaufgesetzt, Frauen der Jahrgänge 1959 bis 1961 können erst mit Vollendung des 57., 58. und 59. Lebensjahres in Pension gehen. Außerdem werden Abschläge in der Höhe von 4,2 Prozent pro Jahr vor dem 60/65er eingeführt
     
  • Mit der Korridorpension können Männer nach wie vor ab 62 in Pension gehen, allerdings steigt die Zahl der nötigen Versicherungsjahre. Ab dem kommenden Jahr sind 38,5 Jahre notwendig, bis 2017 steigt die Zahl in Halbjahresschritten auf 40 Versicherungsjahre. Auch die Abschläge steigen: Statt früher 4,2 werden nun 5,1 Prozent Abschläge pro Jahr berechnet.
     
  • Die befristete Invaliditätspension wird für unter 50-Jährige abgeschafft. Damit bekommen nur noch Personen, die nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrierbar sind, eine Invaliditätspension. Alle anderen werden entweder rehabilitiert oder umgeschult, für die Betroffenen gibt es Reha-Geld oder Umschulungsgeld.

Einkommen Neuerungen 2014

  • Arbeitnehmer im Handel und in der Maschinen- und Metallindustrie dürfen sich 2014 über mehr Einkommen freuen: Der Handel bekommt um 2,5 Prozent mehr Gehalt, das Einkommen der Metaller steigt um 2,85 Prozent.
     
  • Die Mindestlöhne für Metall und Handel wurden zudem angehoben: Die Arbeitnehmer verdienen nun im Handel mindestens 1450 Euro brutto, Metallarbeiter bekommen mindestens 1688 Euro monatlich.
     
  • 2014 tritt die letzte Stufe der Offenlegungspflicht ein: Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 150 müssen die durchschnittlichen Gehälter anonymisiert ausweisen. Das Ziel: Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen transparent zu machen.
     
  • Ab 1. Jänner 2014 haben Arbeitnehmer aus den jungen EU-Ländern Rumänien und Bulgarien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Das Wirtschafts- und Sozialministerium erwartet, dass 5500 Rumänen und Bulgaren auf den österreichischen Arbeitsmarkt drängen werden.

IBAN und BIC Neuerungen 2014

  • 2014 können Bankkunden Überweisungen nur mehr mit einer internationalen Kontonummer (IBAN) durchführen. Für Ausländer wird zudem das Bankgeheimnis gelockert, um Steuerverkürzungen zu vermeiden.
     
  • Bankleitzahl und Kontonummern werden ab 2014 von der "International Bank Account Number" (IBAN) abgelöst. Die Buchstaben- und Zahlenkombination muss künftig auch für Überweisungen innerhalb Österreichs verwendet werden. Der IBAN setzt sich aus einem Länder-Code ("AT" für Österreich), einer zweistelligen Prüfzahl, Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Für Überweisungen in die EU muss zudem der BIC angegeben werden: Das ist die internationale Bankleitzahl.


Familien Neuerungen 2014

Für Familien bringt das neue Jahr die eine oder andere Änderung:

Vor allem Studenten werden von einer Reform der Zuverdienstregelung bei der Familienbeihilfe profitieren, die mit 1. Jänner in Kraft tritt.

  • Bisher musste bei einem Überschreiten der Zuverdienstgrenze von 10.000 Euro die gesamte in diesem Jahr bezogene Familienbeihilfe zurückgezahlt werden, künftig gilt das nur noch für jeden über 10.000 Euro verdienten Euro.
     
  • Novelle des Kinderbetreuungsgeldes: Eltern, die das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld beantragen, aber die Voraussetzungen (Erfordernis der Erwerbstätigkeit) nicht erfüllen und gegen die Entscheidung der Krankenkasse berufen, können in Zukunft schon während des gerichtlichen Verfahrens eine vorläufige Leistung bekommen, die sie unabhängig vom Ausgang des Verfahrens behalten. Die Regelung gilt für erstmalige Antragstellungen ab 2014.
     
  • Angehoben wird per 1. Jänner die Zuverdienstsgrenze für das einkommensabhängige Kindergeld sowie für die Beihilfe zum pauschalen Kindergeld, und zwar von 6.100 auf 6.400 Euro.


IT Neuerungen 2014

  • Mit "Google Glass" soll 2014 die erste serienreife Datenbrille auf den Markt kommen. Ein Miniaturcomputer und eine Digitalkamera werden Informationen in das Sichtfeld des Nutzers einblenden. Mit seiner Brille im Internet zu surfen oder zu telefonieren, soll völlig normal werden.
     
  • Vor allem von Branchenprimus Apple wird der große Wurf erwartet. Bereits im vergangenen April hat Apple "neue Produktkategorien" versprochen, jedoch lediglich neue iPhone- und iPad-Modelle folgen lassen. Doch jetzt könnten Neuerungen wie die Computer Uhr aus dem Hause Apple kommen. Es könnte durchaus sein, dass 2014 Apple mit einer neuen Produktpalette Internet-TV, also TV über Internet-Empfang, massentauglich machen.
     
  • "Googles Netzwerk Google+ hat bereits jetzt mehr als 450 Millionen Nutzer. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Google+ könnte Branchenprimus Facebook in absehbarer Zukunft überholen.
     
  • Apropos Facebook: Das größte Online-Netzwerk feiert 2014 seinen zehnten Geburtstag - wohl inklusive einiger Überraschungen.