Neuer Wolf im Pongau nachgewiesen

DNA bestätigt

Neuer Wolf im Pongau nachgewiesen

Bei einem gerissenen Reh, das am 23. April im Gemeindegebiet von Eben im Pongau gefunden worden war, wurde nun Wolfs-DNA eindeutig nachgewiesen. Nutztiere kamen aus derzeitiger Sicht in diesem Jahr noch keine zu Schaden. Die Mitglieder des Schafzuchtverbandes werden laut Frühwarnsystem des Landes informiert. „Wir stehen kurz vor der Weide- und Almsaison und sind vorbereitet. Das Land Salzburg setzt das 5-Punkte-Programm konsequent um. Die Förderungen für die Herdenschutzmaßnahmen und die GPS-Sender für Schafe werden von den Landwirten häufig in Anspruch genommen“, so Landesrat Josef Schwaiger.

LR Josef Schwaiger mit dem Wolfsbeauftragten des Landes Hubert Stock: "Die Förderungen für die Herdenschutzmaßnahmen und GPS-Sender für Schafe werden gut angenommen."

Der bestätigte Wolfsriss – es handelt sich um ein neues Tier - ist nicht der einzige Hinweis, dass der Wolf nicht aus Salzburg „verschwunden“ ist. „Nachdem heuer schon im Grenzgebiet zu Matrei in Osttirol und am Gerlospass auf Tiroler Seite zwei Tiere nachgewiesen wurden, könnte es sein, dass uns der Wolf heuer in Salzburg wieder vermehrt beschäftigen wird", so der Wolfsbeauftragte des Landes Hubert Stock. „Für uns umso mehr ein Grund, alles für die Landwirte und Almbauern zu tun, damit sie bestmöglich vorbereitet und im Falle des Falles auch unbürokratisch und schnell entschädigt werden“, versichert Landesrat Josef Schwaiger.

Effektives 5-Punkte-Aktionsprogramm

In Salzburg gibt es seit rund einem Jahr ein 5-Punkte-Aktionsprogramm sowie einen Managementplan, um die traditionelle alpenländische Landwirtschaft zu schützen und auf europäischer Ebene Änderungen durchzusetzen. „Wir setzen das Aktionsprogramm konsequent um. Grundlage dafür ist der mit den NGOs abgestimmte Managementplan Wolf. Dieser dient den Behörden als Leitfaden, wie in solchen Fällen vorgegangen wird“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Herdenschutzmaßnahmen werden gut angenommen

Umfassende Information und die Beratung vor Ort sind ebenso Teil des 5-Punkte-Aktionsprogramms des Landes wie die Bestellung des Wolfsbeauftragten, die Intensivierung der Herdenschutzmaßnahmen, die effiziente Abwicklung von Entschädigungen, die Definition, was ein „Problemwolf“ ist, oder Verhandlungen über den Schutzstatus auf EU-Ebene. „Die Förderung für Herdenschutzmaßnahmen wurden auf 80 Prozent erhöht. Dies wird schon sehr gut angenommen, ebenso wie die Nachfrage nach den geförderten GPS-Halsbandsendern für Schafe, um eine rasche Warnung und Reaktion bei Wolfsangriffen zu ermöglichen“, berichtet Wolfsbeauftragter Stock.

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