27. Jänner 2014 14:49
Hirscher brennt auf Revanche
Nervenkitzel in Schladming
Die Erfolgsquote von Österreichs Slalom-Assen beim "Nightrace" in Schladming ist mit 10 Siegen in 16 Rennen ausgezeichnet.
Nervenkitzel in Schladming
© joe24

Unmittelbar nach den Hahnenkammrennen in Kitzbühel steht mit dem Nachtslalom in Schladming am Dienstag bereits das nächste Highlight im alpinen Skiweltcup der Herren auf dem Programm.

Erfolgsquote ausgezeichnet

Die Erfolgsquote von Österreichs Slalom-Assen beim "Nightrace" in Schladming ist mit 10 Siegen in 16 Rennen ausgezeichnet. Mit Rekordgewinner Benjamin Raich, Mario Matt, Reinfried Herbst, Manfred Pranger und Marcel Hirscher schickteRot-weiß-Rot am Dienstag gleich fünf ehemalige Planai-Triumphatoren ins Flutlicht-Spektakel.

Warum es in Schladming für die Österreicher meistens derart gut läuft, das kann auch Raich nicht genau begründen. Der Vierfachsieger glaubt aber, dass der ganz spezielle Heimvorteil den ÖSV-Assen Flügel verleiht. "Der Hauptgrund wird wohl die Atmosphäre sein, die Zuschauer tragen einen förmlich den Hang hinunter. Das pusht unheimlich, das gibt Kraft", so Raich.

"Gute Erinnerungen, gute Leistungen, viele Siege", fasste Raich seine Gedanken rund ums Schladminger Rennen zusammen. Der 35-Jährige glaubt, dass er nach wie vor für neue Heldentaten bereit ist. "Ich denke, dass mein Schwung sehr schnell ist. So schnell, dass er mich aufs Podest führen kann." Die schlimmsten Rückenprobleme dürfte Raich überwunden haben: "Mir geht's gut, an dem wird es sicher nicht scheitern."

Auch für den Chef der St. Antoner Apres-Ski-Bar "Krazy Kanguruh" ist die Atmosphäre auf der Planai Jahr für Jahr elektrisierend. "Es ist immer wieder ein Erlebnis, in Schladming zu fahren", sagte Matt.

Herbst sieht sich sportlich als klassischer Nachtmensch, Schladming lässt sein Herz Jahr für Jahr höherschlagen. "Das Flutlicht, die Leute, die Nachtatmosphäre - das alles kitzelt noch ein paar Prozent mehr heraus. Ich habe immer das Gefühl, ich muss den Fans etwas zurückgeben", beschrieb der Salzburger die Faszination Schladming.

Zudem hat Herbst seit Montag die endgültige Gewissheit, dass er bei Olympia in Sotschi dabei ist. "Das ist eine Bestätigung für mich. Und ich hoffe, dass mich das für Schladming noch zusätzlich beflügelt." Herbst will "endlich die blöden Fehler abstellen und zwei gute Läufe runterbringen". Laut ÖSV-Herren-Coach Mathias Berthold war Herbst zuletzt in Kitz gemeinsam mit Hirscher und Matt "der schnellste Mann am Berg".

Nicht ins Olympia-Team geschafft hat es auch Pranger. Dem Tiroler könnten am Dienstag die - im Vergleich zu den vergangenen Wochen - deutlich winterlicheren Temperaturen in die Karten spielen.