07. November 2014 12:39
Schwierige Suche und Bergung am Untersberg
Nächtlicher Sucheinsatz am Untersberg
Die Bergrettung Grödig suchte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag unter schwierigen Bedingungen nach einem verstiegenen und in Folge abgestürztem Bergsteiger.
Nächtlicher Sucheinsatz am Untersberg
© APA
Der 49-jährige Mann aus der Stadt Salzburg war am Dopplersteig auf den Untersberg gestiegen. Aufgrund von fehlender Seile in der Dopplerwand drehte der Bergsteiger um und dürfte sich dann - wegen extrem schlechter Sicht durch Nebel - verstiegen haben. Er stürzte etwa 60 Meter ab und blieb in einer Bachrinne schwer verletzt liegen. Trotzdem konnte er noch selbst mit seinem Mobiltelefon um Hilfe rufen.
Die Grödiger Bergrettung wurde nach 18 Uhr zur Suche nach dem Abgestürzten alarmiert. „Es war keine ungefährliche Suche“, meint Ortsstellenleiter Ernst Schörghofer, „denn wir hatten zumeist nur etwa fünf Meter Sicht. Obwohl wir ihn dann sogar rufen hörten, dauerte es doch einige Zeit, bis wir den Mann lokalisieren konnten.“
Die Grödiger Bergretter seilten sich zu dem Verunglückten ab und bargen ihn aus dem felsigen, steilen Gelände. Zwei Bergrettungsärzte und ein Notfallsanitäter der Ortsstelle leisteten vor Ort Erste Hilfe. Schließlich wurde der Mann mittels UT über den Dopplersteig abtransportiert. „Kein wirklich angenehmer Zustand für den Verletzten. Er war sehr tapfer“, meint Schörghofer. Um 4:15 Uhr wurde er schließlich dem Roten Kreuz übergeben.
Im Einsatz standen 35 Männer und Frauen der Bergrettung Grödig und der Stadt Salzburg und eine Alpinpolizistin.