Vater erhebt schwere Vorwürfe

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Vater erhebt schwere Vorwürfe

Keine Rede von sexueller Belästigung

Angeklagt war der Flüchtling wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt. Nicht aber wegen sexueller Belästigung und öffentlicher geschlechtlicher Handlungen. Und um genau diese geht es jetzt. Im Prozess war von der sexuellen Belästigung plötzlich keine Rede mehr. Obwohl die 18-jährige Salzburgerin am Heimweg von dem verurteilten Afghanen bis nach Hause verfolgt wurde. Dort angekommen hat die junge Frau sofort ihre Eltern aufgeweckt, worauf der Vater den Afghanen vom Grundstück verjagen konnte. Der Flüchtling hatte vor dem Einfamilienhaus der Familie onaniert. Der Vorfall geht dem Vater nicht aus dem Kopf, er sagt im Antenne Interview: „Man muss sich das nur so vorstellen, da fängt einer zum Onanieren an?! Was ist, wenn das eine Viertelstunde früher passiert, wenn er ihr nachgeht? Da will man gar nicht mehr weiter denken in so einer Situation.“

Als der Vater schließlich letzte Woche dann als Zeuge zum Prozess geladen wird, muss er feststellen, dass die sexuelle Belästigung nicht mitverhandelt wird. Und zwar wegen eines Formalfehlers. Weil es sich hier um ein sogenanntes Ermächtigungsdelikt handelt. Im Antenne Interview bedauert er: „Ich habe nicht gewusst, dass es ein Ermächtigungsdelikt ist. Man kann glaub ich von der Bevölkerung nicht erwarten, dass man auswendig weiß, welches Delikt nur mit Ermächtigung verfolgt wird. Und wir wurden aber auch im gesamt Ablauf bis zur Verhandlung nie abgefragt oder hingewiesen das eine derartige Ermächtigung erforderlich wäre.“

Polizei hat darauf vergessen

Darüber müsste laut Gerichtssprecherin die Polizei darauf hinweisen, was laut dem Vater aber nicht passiert ist. Das gibt die Polizei jetzt auf Antenne-Anfrage auch zu. Die Beamten, die den Fall aufgenommen haben, hätten schlichtweg vergessen den Vater oder die Tochter zu fragen, ob sie eine Ermächtigung erteilen möchten. Was die Beamten aber tun hätten müssen. Nur so hätte sich die Staatsanwaltschaft in der Sache einschalten können. Auch wenn die sexuelle Belästigung auf das Urteil offenbar keine Auswirkung gehabt hätte, ist der Vater des Mädchens einfach nur frustriert: „Er wird nicht wegen etwas verurteilt, was aber offensichtlich ist und ganz klar ist. Als Teil der Bevölkerung, die Vertrauen in das Rechtssystem haben möchte, fühlt man sich eher frustriert und enttäuscht.“

Die Familie hat jetzt die Möglichkeit sich bei der Polizei schriftlich zu beschweren. Gerichtlich aufgerollt wird der Fall aber nicht mehr.

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