Streit um Baustelle auf A10 in Salzburg

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Streit um Baustelle auf A10 in Salzburg

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Land wünscht sich Abbau über den Sommer - Asfinag warnt vor unverantwortbarem Verzug

Eine laufende Baustelle auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg sorgt aktuell für Unstimmigkeiten zwischen Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) und der Asfinag. Der Politiker beklagte am Mittwoch, die Autobahngesellschaft wolle sich nicht an ihre Zusage halten, die Baustelle über den Sommer rückzubauen. Dies sei wichtig, um die Anrainergemeinden bei Staus nicht zusätzlich mit Ausweichverkehr zu belasten. Er sprach wörtlich von einer "desaströsen Baustellen-Koordination".

Derzeit werden auf der A10 die Brücken zwischen dem Helbersberg- und dem Zetzenbergtunnel bei Werfen (Pongau) saniert. Dazu müssen alle vier Fahrstreifen - zwei in jede Richtung - auf einer Richtungsfahrbahn Platz finden. Der Verkehrslandesrat sieht darin im Sommerreiseverkehr einen Garant für massive Einschränkungen. "Es werden Kleinigkeiten reichen, um einen Stau zu verursachen." Er rechnet mit Stau-Umfahrern, denen das Land in den vergangenen Sommern mit Abfahrtssperren entlang der Autobahn den Kampf angesagt hat.

Die Asfinag wies am Mittwoch die Vorwürfe zurück. Land und Stadt Salzburg seien im Rahmen der Baustellenkoordination im Jänner informiert worden, dass die Brückensanierung über den Sommer laufen werde. Dabei sei vom Land der Wunsch nach einem Rückbau über den Sommer geäußert worden, was auch eingehend geprüft wurde, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA. "Aufgrund der derzeitigen Marktsituation, insbesondere der aktuellen Lieferengpässe bei Stahl, ist dies allerdings nicht möglich." Ein Abbau der Baustelle würde zu einem "unverantwortbaren Verzug bei der Fertigstellung" führen. Die Asfinag kündigte jedoch an, den Abschnitt verbreitern zu wollen.