Stadtbibliothek wird Contact-Tracing-Stelle

Lage dramatisch

Stadtbibliothek wird Contact-Tracing-Stelle

Nur noch bis Freitag geöffnet – für Schließtage keine Leihgebühren zu bezahlen

Die Stadt Salzburg zieht die Notbremse: Wegen der nach wie vor enorm steigenden Corona-Infektionen wird die Stadtbibliothek in der Landeshauptstadt mit Samstag, 20. November 2021, geschlossen und in eine weitere Contact-Tracing-Stelle umgewandelt.

Rund 15 Bibliotheks-Mitarbeiter:innen werden dem dringenden Einsatz gegen das Corona-Virus zugeteilt. Die Stadtbibliothek wird nach der TriBühne Lehen und dem Amtsgebäude Schwarzstraße 44 zum dritten Contact-Tracing-Standort des Magistrats.

Weitere Helfer gesucht

„Mehr als 80 Mitarbeiter:innen der Bezirksverwaltung, inklusive 18 Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres, sind bereits im Einsatz. Wir suchen freilich intensiv noch weitere Helfer in anderen Abteilungen des Magistrats und von außerhalb“, sagt der Leiter der Bezirksverwaltung Michael Haybäck.

Astrid Reichl-Marko, Leiterin des Gesundheitsamtes, bezeichnet die aktuelle Lage als „dramatisch und bedrohlich“. Rund 900 Nachverfolgungsfälle in der Stadt Salzburg seien noch nicht abgearbeitet. Das heißt, das Contact-Tracing hinkt – trotz größter Bemühungen – derzeit zwei bis drei Tage hinterher.

Bibliothek erwartet Ansturm

Die Stadtbibliothek ist diese Woche noch Mittwoch (15 – 19 Uhr) sowie Donnerstag und Freitag (jeweils 10 – 18 Uhr) geöffnet. Bibliotheks-Chef Helmut Windinger erwartet einen starken Andrang: „Wir haben rechtlich ja 2G-Bedingungen und müssen das auch kontrollieren. Also sind längere Wartezeiten zu erwarten.“

Wichtig ist ihm, dass während der nun bis auf weiteres nötigen Schließtage „keine Leihgebühren für Bücher bzw. Medien zu bezahlen sind“. Der Bücherbus werde wie bisher unterwegs sein, sei aber freilich kein Ersatz für die Stadtbibliothek.

Panoramabar bleibt offen

Auch die Panoramabar bleibt offen und ist via Tiefgarage und Erdgeschoß (Zugang zum Schräglift) erreichbar.