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Vertiefende Gespräche über Zusammenarbeit beschlossen - Gemeinsames Unternehmen wäre zweitgrößter Milchverarbeiter des Landes

Am heimischen Milchmarkt steht offenbar eine Fusion ins Haus: SalzburgMilch und Gmundner Molkerei gaben am Mittwoch in einer Aussendung "vertiefende Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit" bekannt. Da auch auf die Notwendigkeit einer Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde hingewiesen wird, dürfte ein Zusammenschluss im Raum stehen. In diesem Fall würden die beiden Unternehmen gemeinsam zum zweitgrößten Milchverarbeiter Österreichs.

Die heutige Mitteilung ist knapp verfasst und wurde auf APA-Nachfrage auch mündlich um kein Komma ergänzt: "Nach konstruktiven Sondierungsgesprächen in den vergangenen Wochen beschließen die Vorstände der Eigentümergenossenschaften der SalzburgMilch GmbH und der Gmundner Molkerei vertiefende Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit."

Die bisherigen Gespräche auf Eigentümer-Ebene, also Salzburger Alpenmilch Genossenschaft und Gmundner Molkerei Genossenschaft, über eine engere Zusammenarbeit seien "sehr konstruktiv, aber völlig ergebnisoffen" geführt worden. Ziel sei es gewesen zu ermitteln, ob eine Zusammenarbeit der beiden Firmen in Zukunft Vorteile bringen könnte. Nun haben die zuständigen Gremien der beiden Genossenschaften vertiefende Verhandlungen beschlossen.

Weiters betonen die beiden Unternehmen, dass sämtliche Verhandlungsergebnisse noch durch die Gremien bestätigt werden müssen und "jede Art der Zusammenarbeit nur vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bundeswettbewerbsbehörde" zu beschließen sei.

Durch eine mögliche Fusion würde das neue Unternehmen zum zweitgrößten Milchverarbeiter des Landes aufsteigen. Nummer 1 ist die Berglandmilch mit einem Jahresumsatz von 941 Mio. Euro (jeweils für 2020), gefolgt von der NÖM mit 346 Mio. Euro. Die Ränge 3 und 4 nehmen derzeit die SalzburgMilch mit 229 Mio. Euro und die Gmundner Molkerei mit 205 Mio. Euro ein. Durch eine Fusion würde man die NÖM klar überholen.