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OÖ und Salzburg sterben um Weihnachtsgeschäft

Ruf nach Wirtschaftshilfen

Der harte Lockdown in Oberösterreich und Salzburg, der angesichts der extrem hohen Corona-Infektionszahlen kurzfristig verhängt worden ist, bringt den Handel in Bedrängnis. "Das erwischt uns kalt - im Moment ist ein großer Schock, alle sind vorbereitet auf das Weihnachtsgeschäft", sagte die Chefin des Linzer Passage City Center, Julia Kretz, Freitagfrüh im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radios. Ab Montag dürfen nur noch Lebensmittelgeschäfte, Trafiken und Apotheken offenhalten.

Elektro- und große Sportartikelhändler könnten ab Montag "Click and Collect" anbieten, "aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein", hielt Kretz fest. Die Wochen vor Weihnachten sind normalerweise die umsatzstärksten für den Handel. Nun ist bis - vorerst - 17. Dezember fix zu. Auf der hoffnungsfroh bestellten Ware, werden die Händler sitzenbleiben.

Die Mitarbeiter müssen zuhause bleiben. "Viele werden auch ins Home-Office wechseln", so die Centermanagerin. "Wir brauchen unbedingt Kurzarbeit", fügte sie hinzu. "Nachdem das Weihnachtsgeschäft total ausfallen wird, brauchen wir auch einen Umsatzersatz", fügte die Handelsexpertin hinzu. Die Regierung berät heute über Wirtschaftshilfen.

Einen "Run" auf die Geschäfte ehe ab Montag alles schließt, erwartet Kretz nicht. "Die Leute haben Angst und meiden Kontakt." Das sei diese Woche bereits zu beobachten gewesen. Über dieses Wochenende rechnet sie mit keinem Frequenzanstieg in den Shopping-Meilen. Viele seien "empört und enttäuscht", dass es nun zu dem Lockdown kommt, obwohl sie geimpft sind. Viele seien auch "verärgert, dass sich die anderen nicht impfen lassen".