Österreich trauriger Spitzenreiter

Mobbing in Volksschulen

Österreich trauriger Spitzenreiter

Mobbing an Salzburgs Schulen findet leider immer häufiger und schon an Volksschulen statt. Der tragische Tod einer 11-jährigen Schülerin in Berlin hat auch in Österreich wieder eine große Debatte über Mobbing ausgelöst. Laut einer OECD-Studie ist Österreich hier sogar trauriger Spitzenreiter, im Vergleich zu anderen Ländern kommt Mobbing hierzulande weitaus häufiger vor. Auch bei der Kinder und Jugend-Anwaltschaft in Salzburg melden sich immer mehr betroffene Schüler die Opfer von Mobbing Opfer sind. Vergangenes Jahr waren es hier über 700 Fälle, die mit Mobbing konfrontiert sind - auch im Internet. Daher fordert die Kinder-und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt bessere Coachings für Lehrerinnen und Lehrer, was das Erkennen und den Umgang mit Mobbing in Schulen betrifft:

"Ein weiterer Punkt ist der flächendeckende Ausbau der Schul-Sozialarbeit. Das hat sich bewährt, dass SchülerInnen hier eine Ansprechperson haben wenn es Probleme zu Hause gibt. Ganz wichtig und eine 10-jährige Forderung, ist es auch eine Mobbinganlaufstelle für Schülerinnen und Schhüler zu schaffen."

Vorbild hier ist das Nachbar-Bundesland Oberösterreich – hier gibt es eine Gewalt-Vorbeugungsstelle. Besonders bedenklich ist, nur 10 Prozent der jugendlichen Mobbingopfer wenden sich an ihren Lehrer. Mobbing äußert sich oft in Schulangst, Depressionen, Schlafstörungen und geht bis hin zu Suizidgedanken, so Holz-Dahrenstädt. Wie tragisch Mobbing enden kann, zeigt auch die Verzweiflungstat eines 14-jährigen Mädchens aus Golling, das sich 2016 das Leben genommen hat. Teaser: Auch Salzburger Lehrer sind immer öfter Opfer von Mobbing, ein Lehrergewerkschafter gleich bei Kathi und Christian am Morgen.

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