Noch immer keine Einigung

Streit um Salzburger Horte

Noch immer keine Einigung

SPÖ-Vizebür­germeisterin Anja Hagenauer möchte ja in den nächsten Jahren die Horte durch schulische Nachmittagsbetreuung ersetzen. Hagenauer hat heute versucht, die anderen Parteien von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Bei der Bürgerliste ist ihr das nicht gelungen.

Die Stadt-Grünen sind weiter gegen die Hort-Schließungen. Gemeinderätin Christine Brandstätter sagt: „Das Schlimmste aus meiner Sicht sind wirklich die räumlichen Umstände und die Ausstattung, denn gerade wenn die schulische Tagesbetreuung auch in der Schule stattfindet, muss es hier auch eine klare Idee geben, wie das Ganze gut für die Kinder ist.“

Eine klare Idee sei laut Brandstätter aber im Amtsbericht nicht erkennbar. Auch die NEOS bleiben skeptisch. Gemeinderat Lukas Rößlhuber sagt, dass es wichtig sei, Synergien zu schaffen, jedoch dürfe dadurch das Betreuungs-Niveau nicht sinken.

Die FPÖ spricht sich heute erneut klar gegen die Hort-Schließungen aus. Die ÖVP hingegen will darüber nachdenken. Es gebe aber noch einige Eckpunkte zu klären, sagt ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs.

Viele Eltern verstehen den Sinn hinter den Hort-Schließungen nicht, erklärt Judith Ungeringer, Elternvertreterin des Hortes Schallmoos: „Dieses Modell Hort bietet nur Vorteile, bis hin zu den ausgebildeten Hortpädagogen, die eine fünfjährige Ausbildung durchlaufen.“ Außerdem sei für die besorgten Eltern einfach unverständlich, warum in vielen anderen Bundesländern die Horte massiv ausgebaut werden, nur in Salzburg nicht, so Ungeringer.

Nächste Woche am Donnerstag soll über den Amtsbericht abgestimmt werden. Im Internet haben inzwischen schon 2500 Eltern gegen die geplanten Hort-Schließungen in der Stadt Salzburg unterschrieben.

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