Flughafen Salzburg

Flughafen Salzburg

Kurzarbeit soll beendet werden

Artikel teilen

Optimismus für den Sommer - Eurowings stationiert dritte Maschine in Salzburg - Verhandlungen mit Eurowings-Betriebsrat in Wien

Der Flughafen Salzburg möchte Ende März die Kurzarbeit für die rund 370 Stamm-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beenden. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir ab 1. April ohne Kurzarbeit auskommen", sagte Geschäftsführerin Bettina Ganghofer am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch. Die Aussichten auf Sommer sind gut: Alleine der wichtigste Partner Eurowings wird einen dritten Airbus in der Mozartstadt stationieren und über 50 Abflüge pro Woche in 15 Destinationen anbieten.

"Salzburg ist unsere wichtigste Basis in Österreich und hat sehr viel Potenzial", sagte Eurowings-CEO Jens Bischof. Rund 100 Mitarbeiter für Cockpit und Kabine werden dann ab Sommer in Salzburg beschäftigt sein. Ob die dritte Maschine langfristig am Airport W .A. Mozart stationiert bleibt, ließ Bischof aber noch offen. "Ich kann mir auch vorstellen, dass wir noch weiter wachsen, auch über drei Flugzeuge hinaus." Wobei hier Ganghofer selbst auf die Bremse stieg: Wachstum um jeden Preis werde es in Salzburg sicher nicht geben.

Am Flughafen Wien hat die Lufthansa-Tochter seit dem Ende des Vertrages mit der AUA keine Maschine mehr stationiert, und das soll laut dem CEO vorerst auch so bleiben. Derzeit sei man mit dem Betriebsrat der 220 Mitarbeiter im Gespräch über Einsatzkonzepte, um das Personal halten zu können. "Wir versuchen, Optionen für eine Weiterbeschäftigung aufzubauen", sagte der neue Chef von Eurowings Europe, Stefan Beverage. Wien spiele beispielsweise beim Aufbau von neuen Basen eine bedeutende Rolle, etwa zuletzt in Prag.

Mit dem sich dem Ende zuneigenden Winter ist Ganghofer zufrieden, was die starken Samstage betrifft. "Im Incoming sind wir nicht ganz auf dem Niveau von 2020, wir liegen etwa bei 80, eher 85 Prozent. Unter der Woche verläuft es aber noch sehr moderat." Die Lockerungen der Corona-Bestimmungen in vielen Ländern stimmen die Flughafen-Chefin zuversichtlich. "Wir starten voller Optimismus in die Zukunft." Bischof sprach von aufgestauter Reiselust. "Die Buchungskurve geht momentan sehr steil nach oben, für Ostern und Sommer haben wir derzeit täglich Zehntausende Buchungen."

Eurowings, das neben Salzburg und Wien auch die Flughäfen Linz, Innsbruck (nur im Winter), Graz und Klagenfurt anfliegt, hat sich laut Bischof während der Pandemie nicht nur neu strukturiert sondern auch positioniert. Man wolle sich sehr deutlich von den "Very-Low-Cost-Airlines" abheben. "Wir sind preiswert, die Betonung liegt aber auf Wert." Eurowings zeichne sich durch Pünktlichkeit - "95 Prozent der Landungen sind on time" - und auch Flexibilität aus. Flüge könnten bis 40 Minuten vor Abflug umgebucht werden.

Dein oe24 E-Paper
Jetzt NEU auf oe24.at: Mit einem Click zum kompletten E-Paper ▲