Konzentration in Salzburg auf Familien

Corona-Impfung im Sommer

Konzentration in Salzburg auf Familien

Sommerimpfaktion für Schüler und Studenten.

Die Eckpunkte der Salzburger Impfstrategie auf einen Blick:

Besonders gefährdete Gruppen wurden zuerst geschützt.
Verlässlichkeit bei den Impfterminen. Sie werden erst vergeben, wenn die Dosis im Land ist.
Verlässlichkeit bei der zweiten Dosis
Schwerpunkt im Juli und August auf Jugendliche und deren Familien
Effektive Kombination aus Impfpraxen und Impfstraßen
Jede gelieferte Dosis wird so rasch wie möglich verabreicht

Stöckl: „Sommerimpfaktion für Schüler und Studenten.“

„Salzburgs erklärtes Ziel ist es nun, mit so vielen vollständig Geimpften wie möglich in das neue Schuljahr und Semester zu starten“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Im Sommer wird es daher eine Schwerpunktaktion für die 12 bis 20-Jährigen geben. „Falls auch die Familienmitglieder der Jugendlichen eine Impfung wünschen, können in den Impfpraxen auch Eltern und Geschwister mitimmunisiert werden beziehungsweise eine gemeinsame Terminbuchung mit der Ordination vereinbaren. Voraussetzung dafür ist eine vorherige Anmeldung jedes einzelnen Familienmitgliedes auf der Anmeldeplattform in derselben Ordination.

Genügend Dosen

Von jenen, die sich bis zum 26. Mai um 24.00 Uhr vorgemerkt haben, sind in den Impfordinationen noch rund 10.000 offen. „Es stehen genug Dosen zur Verfügung, um diese Personen kommende Woche zu immunisieren. Daher können wir nun auch die Familien-Impfaktion planen, die Anmeldung bei den Hausärzten wieder öffnen und somit so viele Salzburgerinnen und Salzburger wie möglich impfen“, erklärt Stöckl. Alleine für nächste Woche werden 40.785 Impfdosen erwartet, davon sind rund 15.000 für Zweitimpfungen geplant. „Wir haben außerdem genau im Blick, wann wir die Intervalle im Rahmen der Möglichkeiten verkürzen können, um noch schneller die Vollimmunisierung zu erreichen“, so Stöckl.

Holzer: „Impfstraßen arbeiten konsequent weiter.“

Der Fortschritt bei den Salzburgerinnen und Salzburger, die sich bis zum 26. Mai angemeldet haben, ist in den Impfstraßen des Roten Kreuzes groß: „All jene Personen haben bereits eine Einladung zur Terminvereinbarung erhalten. Daher können wir das Ziel des Landes erreichen und alle, die sich bis zum Stichtag angemeldet haben, noch im Juni impfen“, so Landesrettungskommandant Anton Holzer.

Termine bitte vereinbaren!

Das Rote Kreuz appelliert außerdem: „Gesundheit geht vor, vor allem in einer Pandemie. Und diese ist wichtiger als der Urlaub. Da wir in letzter Zeit aus verschiedensten Gründen eine Verzögerung beim Vereinbaren der Termine feststellen, bitten wir dringend die Möglichkeit zur Immunisierung wahrzunehmen. Sie ist das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus und daher zählt wirklich jeder Stich - kurz: Kein anderer Termin kann so wichtig sein wie die Impfung!“

Förster: „Auch Kinder von Corona betroffen.“

Dr. Holger Förster, Impfreferent der Ärztekammer Salzburg betont, dass „Kinder sehr wohl auch von der Pandemie betroffen sind. In der letzten Welle mussten wöchentlich und österreichweit rund 15 stationär aufgenommen werden, zwei davon sogar auf der Intensivstation. Das heißt auch, dass es bei den Kindern in Österreich mehr schwere Covid-Verläufe als FSME-Erkrankungen gab.“ Auch die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehen hin zu den Jüngeren ist für Förster ein Grund für deren schnelle Immunisierung: „Familien und vor allem Kinder sind viel mobiler und haben mehr Kontakte im Alltag, sei es in der Schule oder bei den Hobbys. Zudem liegt die höchste Inzidenz aktuell genau in dieser Altersgruppe. Bei einem weiteren Anstieg der Fallzahlen, werden besonders die Ungeimpften stark betroffen sein. Das gilt es zu vermeiden.“

Varianten-Schutz durch Impfung

Salzburgs Strategie, auf die Vollimmunisierung zu setzen, war und ist auch in Hinsicht auf die Virus-Varianten der richtige Weg. „Wir können mit hoher Sicherheit sagen, dass ab der Zweitimpfung auch Mutationen und Varianten wenig Chance haben. Großbritannien hat momentan ein solch großes Problem mit der Delta-Variante, weil sie eben viele erstgeimpft aber noch wenige vollimmunisiert haben“, erklärt Dr. Förster.

Impfbereitschaft nach Altersgruppen

Auf Grundlage der bereits unter www.salzburg-impft.at vorgemerkten Personen ergibt sich laut Landesstatistik bei den zwölf bis unter 20-Jährigen eine noch geringe Impfbeteiligung. Von den 44.083 Salzburgerinnen und Salzburger in dieser Altersgruppe sind mit Stand heute 9.901 (22,5 Prozent) eingetragen. Bei den 35 bis unter 50-Jährigen sind es hingegen bereits rund 50 Prozent, die entweder vorgemerkt oder bereits mindestens einmal geimpft wurden.