Kinderschänder muss nicht ins Gefängnis

Urteilt bestätigt

Kinderschänder muss nicht ins Gefängnis

Das Oberlandesgericht Linz hat heute das milde Urteil bestätigt: 18 Monate bedingte Haft, ein Berufsverbot und Psychotherapie. Gedroht hätten ihm bis zu 10 Jahre Gefängnis. Der Verurteilte hat zugegeben acht Kinder im Kindergarten Neumarkt am Wallersee und während seiner Ausbildung und seiner Zeit als Zivildiener sexuell missbraucht zu haben. Sein Geständnis war auch heute in der Berufungsverhandlung ein Milderungsgrund. Sein Verteidiger Hellmut Prankl: „Die Einsichtsfähigkeit des Mandanten ist beispielhaft. Ich habe noch keinen gehabt, der von sich aus so viel eingeräumt hat ohne das er unter Druck stand, sondern weil ihn das Gewissen so gedrückt hat und das ist ihm auch zugutegekommen beim Oberlandesgericht in Linz.“

Der Vorsitzende in der Verhandlung begründet das Urteil heute auch mit den Worten: "Es soll der Gesellschaft nichts Besseres passieren, als dass der Täter aus eigenen Stücken zur Polizei geht und gesteht."

Laut Bürgermeister ein Skandalurteil

Der Bürgermeister von Neumarkt Adi Rieger ist über das Urteil und diese Aussage bestürzt: „Das ist sicherlich ein Skandalurteil. Genauso wie bei der ersten Instanz. Gerade in den Zeiten, wo jetzt viel über sexuellen Missbrauch in vielen Bereichen gesprochen wird, ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass das juristisch in irgendeiner Art und Weise offensichtlich noch lange nicht abgedeckt ist, das derartige Täter, auch wenn sie sich selbst stellen, entsprechend verurteilt werden.“

Das Urteil gegen den 25-Jährigen ist nun rechtskräftig.

 

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