Salzburg im Winter, verschneit

Hoteliers an Volksvertreter

"Holen Sie uns zurück an Ihre Seite"

Offener Brief der ÖHV: "Wir verhindern Infektionen, verhindern Sie Insolvenzen."

Die Hoteliervereinigung (ÖHV) hat einen offenen Brief an Bundesregierung und Parlament geschrieben und sich dabei als "Verbündete im Kampf gegen Corona & Krise" präsentiert. Gleich zu Beginn wird eine Institution bemüht - die Mozart-Kugel, deren Hersteller gerade Insolvenz angemeldet hat. Grund für die Pleite seien die fehlenden Hotelgäste. "Ein Schock, der sich tausendfach zu wiederholen droht, der sich nicht wiederholen darf, wenn wir ihn verhindern können", so die ÖHV.

Und wie? "Holen Sie uns zurück an Ihre Seite, öffnen Sie die Hotels am 12. Dezember! Und ja, wir alle, unsere Teams und Gäste, benötigen ein Minimum an Vorlaufzeit - zumindest eine Woche", fordern die Hoteliers.

Die private Vereinigung rechnet vor: Mit Ablauf des 20-tägigen Lockdowns werden sie seit 16. März des Vorjahrs neuneinhalb Monate geschlossen gewesen sein. Ein-Saison-Hotel hatte damit laut ÖHV seit 16. März 2020 keinen Tag geöffnet. Und obendrein würden Entschädigungszahlungen spät kommen und nur einen Teil der Kosten und Verluste ersetzen.

Die Folge nach Einschätzung der Hoteliervereinigung: "Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren das Vertrauen in Österreich." Wobei festgehalten wird: "Gesundheit geht vor. Niemand will Aufsperren um jeden Preis." Womit die Hotelbetreiber zumindest in diesem Punkt mit der Regierung einer Meinung wären.

Einmal mehr wird betont, dass Hotels in der Coronapendemie sicher seien, in der Schweiz und in Südtirol würde es auch funktionieren. "Österreichs Hotels sind genauso sicher", heißt es in dem offenen Brief. "Wir verhindern Infektionen, verhindern Sie Insolvenzen", richten sie der Volksvertretung aus. Ihre Forderung: "Schluss mit Shutdowns in Serie für Branchen mit minimalen Inzidenzen."