Fahrdienstleiter vor Gericht

Prozess nach Zugunglück:

Fahrdienstleiter vor Gericht

Nach dem schweren Zugunglück im bayerischen Bad Aibling im vergangenen Februar mit 12 Toten und 90 zum Teil Schwerverletzten steht seit einer Stunde der Fahrdienstleiter vor dem Richter. Der 40-Jährige soll durchs Handyspielen abgelenkt gewesen sein und so beide Züge gleichzeitig auf die eingleisige Strecke geschickt haben.Als er den Irrtum bemerkt hat, soll er zwar die Lokführer warnen haben wollen, allerdings den falschen Alarmknopf gedrückt haben. Das Unglück konnte nicht verhindert werden.

Fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung, so lautet die Anklage. Der 40-Jährige hat sich heute in einer persönlichen Stellungnahme bei den Angehörigen und Opfern im Gerichtssaal entschuldigt. Er ist geständig die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Er wisse, dass er durch sein Fehlverhalten viel Leid über die Betroffenen gebracht hat. Auch er werde das sein Leben lang mit sich herumtragen. Wenn er könnte, würde er das Unglück rückgängig machen.

Beim Prozessauftakt waren heute auch mehr als 20 Angehörige der Todesopfer sowie Überlebende des Unglücks.  Antenne Salzburg Chefredakteur Thomas Ebner ist live vor Ort. Er hat mit einem Opfer gesprochen, das damals im ersten Waggon gesessen ist und überlebt hat. Das Antenne Interview hört ihr heute Nachmittag in den Antenne Salzburg Nachrichten.

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