Berge Tirol Rettung Deutscher verirrt

Durch Wander-und Radboom

Dauereinsatz für Salzburger Bergrettung

Die Salzburger Bergrettung ist heuer bereits deutlich mehr gefordert als im Vorjahr. Schon jetzt mussten 22 Tote auf Salzburgs Bergen geborgen werden, im gesamten Vorjahr waren es 23.

Heuer haben 3.200 Bergretter schon fast 9.000 Einsatzstunden geleistet. Das sind schon jetzt 500 Stunden mehr als im ganzen Jahr 2016. Der Grund ist laut Bergrettung der Wander- und Radboom. In Saalbach etwa mussten an einem Tag die Bergretter zum Teil drei Mal wegen gestürzter Mountainbiker ausrücken. Besonders erschreckend ist aber, wie schnell es mit der Dankbarkeit der Geretteten vorbei ist, erzählt Bergrettungssprecherin Maria Riedler: „Wenn sie vom Berg runterkommen, sind alle froh und glücklich und dankbar. Aber manchmal haben wir dann im Nachhinein zu kämpfen, dass wir unsere Kosten zurückbekommen.“

Eigene Mitarbeiterin zum Geldeintreiben

Riedler sagt weiter, dass es Leute gibt, die dann sogar mit den Geschäftsstellen streiten. Es musste mittlerweile sogar eine eigene Mitarbeiterin eingestellt werden, um die Gelder einzufordern, auch sehr häufig vom Ausland, weil die Leute nicht ausreichend versichert sind.

Und manchmal wird die Diskussion um die Kosten auf die Spitze getrieben, indem Gerettete nachzählen und sagen, sie hätten beispielsweise nur acht Bergretter gesehen und nicht zwölf, so wie verrechnet.

Die Bergrettung ist laut Riedler vom Gesetz verpflichtet die Einsätze zu verrechnen, auch wenn die Bergretter ehrenamtlich arbeiten. Das Geld fließt zur Gänze in die Ausbildung und Ausrüstung. Die Bergrettung empfiehlt vor allem Bergsteigern eine Versicherung in alpinen Vereinen abzuschließen. So könnte ein Kosten-Streit bei Bergrettungseinsätzen wohl verhindert werden.

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