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Corona-Lage in Salzburg spitzt sich zu

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7-Tage-Inzidenz springt auf 694

Insgesamt sind es 60 Covid-Patienten in Salzburgs Spitälern, 17 davon auf der Intensivstation, die mit Stand heute früh behandelt werden müssen. Allerdings wirken sich laut Experten viele Neuinfektionen erst zeitversetzt auf die Spitalsbelegung aus. „Nach zirka zwei Wochen auf der Normalstation, nach drei Wochen auf der Intensivstation“, so Primaria Uta Hoppe. Die weiteren Corona-Eckdaten zum Tag:

1.587 Neuinfektionen von gestern auf heute
4.550 aktiv infizierte Personen im Bundesland
Reproduktionszahl 1,4
118 von 119 Gemeinden betroffen
7-Tage-Inzidenz Bezirke: Pongau (1.677,1), Lungau (1.173,1), Tennengau (852,6), Pinzgau (539,9), Flachgau (426,2), Stadt Salzburg (409,2) und Bundesland Salzburg (694,1)
In 67 Gemeinden überschreitet die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 500, in 30 Gemeinden liegt er über 1.000.

Filipp: „Starke Beschleunigung des Infektionsgeschehens.“

Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, fasst die Corona-Lage in Salzburg zusammen: „Es ist eine sehr starke Beschleunigung des Infektionsgeschehens. Diese 1.587 Neuinfektionen liegen im Spitzenfeld der vierten Welle im November, und das ist erst der Anfang. Die Omikron-Variante zeigt die volle Wirkung, es wird auch in den kommenden Tagen zu sehr starken Anstiegen kommen. Regional ist es jetzt noch unterschiedlich, aber die Zahlen steigen in allen Bezirken deutlich.“

Vor allem Junge sind infiziert

Laut Filipp trifft es wieder hauptsächlich die jungen Erwachsenen. Die 7-Tage-Inzidenz bei den 15- bis 24-Jährigen ist mit 2.150 am höchsten. Bei den über 65-Jährigen beträgt sie nur 120. „Nach wie vor korrelieren hier Impfrate und Neuinfektionen. Je höher die Impfrate, desto niedriger die Inzidenz“, so Filipp.

R-Wert schon bei 1,4

Der Reproduktionswert liegt heute in Salzburg schon bei 1,4. „Das heißt, zehn infizierte Personen stecken weitere 14 an. Das Virus breitet sich also stark aus“, so Gernot Filipp, und er fügt hinzu: „Dieser Wert ist ein weiteres Indiz, dass die Zahlen auch in den kommenden Tagen deutlich steigen werden. Es tritt das ein, was Experten seit Wochen nach Feststellung der Omikron-Variante prognostiziert haben.“

Ampelkommission tagt

Heute entscheidet die Ampelkommission noch über die Risikoeinstufung der Bundesländer, das Ergebnis wird hier am Abend ergänzt. Weiters finden morgen Gespräche zwischen Bund, Experten und Ländern statt, um die weitere Vorgehensweise und Maßnahmen festzulegen.