19. Dezember 2016 11:41
Polizei ermittelt
Aufruhr in Flüchtlingsheim
Einen Cobra Einsatz gab es heute in einem Flüchtlingsquartier in Fuschl - Ermittlungen am Laufen!
Aufruhr in Flüchtlingsheim
© oe24

In einem Flüchtlingsquartier im Pfarrhof der Gemeinde Fuschl ist es Montagfrüh zu einem Polizeieinsatz gekommen. Beamte führten gemeinsam mit dem Einsatzkommando Cobra und dem Verfassungsschutz kurz nach sieben Uhr früh eine Hausdurchsuchung durch. Auch Spürhunde und sprengstoffkundige Organe standen im Einsatz.

Die Landespolizeidirektion Salzburg erhielt im November 2016 die Information, dass vorerst unbekannte Männer über eine schwere Straftat im Zeitraum zwischen Weihnachten und Silvester 2016 in Salzburg gesprochen hätten, was den heutigen Einsatz ausgelöst hat. Polizeisprecher Michael Rausch: "Das Landesamt für Verfassungscchutz hat die Ermittlungen aufgenommen und mehere Personen identifizieren und lokalisieren können."

Bei den betroffenen Personen handelt es sich um Männer aus Marokko, Irak, Iran und Afghanistan. Es wurde neben elektronischen Datenträgern, Bargeld auch eine geringe Menge Drogen sichergestellt. Derzeit laufen noch die Einvernahmen. Bislang konzentrieren sich die Ermittlungen hinsichtlich der schweren Straftat auf einen 25-jährigen Marokkaner, der derzeit in Haft ist.

Im Pfarrhof Fuschl sind seit einem Jahr Flüchtlinge untergebracht. Im Ort sorgte der heutige Polizeieinsatz für große Aufregung, denn an den Pfarrhof sind auch ein Kindergarten und eine Volksschule angeschlossen. Auch die Volksschuldirektorin Gabriele Leitner hat den Einsatz heute früh miterlebt: "Ich war auf dem Weg zur Schule und habe die Cobra gesehen. Zunächst habe ich mich gewundert, aber wir dachten dann es handelt sich um eine Routineübung, die Kinder waren gar nicht so aufgeregt, weil sie die Flüchtlinge kennen, weil sie auch in der Schule unterrichtet werden."

Der Bürgermeister von Fuschl Vogl Franz betont im Antenne Salzburg Interview: "Derjenige der beschuldigt wird war unauffällig. Ich hatte keine Ängste, die Burschen neben der Schule oder neben dem Kindergarten zu integrieren. Das waren alles liebe Kerle und da stehe ich auch dazu. Für mich gilt jetzt nur was bei den Befragungen raus kommt. Auf das warten wir im Moment und dann werden wir unseren Handlungsbedarf dementsprechend setzen."

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