Nach Cup-Aufstieg oberstes Ziel

Salzburg will erneut einen Sieg

Nach Cup-Aufstieg oberstes Ziel

Zuletzt kassierte St. Pölten 2:8-Klatsche gegen den Meister.

Eine Woche nach dem 1:2 gegen Sturm Graz will sich Fußball-Tabellenführer Salzburg in der Bundesliga wieder Respekt verschaffen. Im Cup ist das der Elf von Trainer Jesse Marsch mit der 4:0-Revanche gegen die Grazer am Mittwoch bereits eindrucksvoll gelungen, am Sonntag (14.30 Uhr) soll nun Nachzügler St. Pölten büßen. Den Niederösterreichern droht in Wals-Siezenheim jedenfalls Ungemach: In der Hinrunde gingen die "Wölfe" zuhause gegen die "Bullen" mit 2:8 unter.

Salzburg, das in der Liga in 15 Spielen (13-2-0) gegen St. Pölten noch ungeschlagen ist, will sich keinen Ausrutscher leisten, liegt in der Tabelle nur drei Punkte vor Rapid bzw. sieben vor dem LASK. Abstände, die nach der Punkteteilung nicht all zu viel wert sein können. "Nach dem 1:2 gegen Sturm waren wir sehr enttäuscht", gestand Marsch, der in dieser Partie - drei Tage nach dem Europa-League-Aus gegen Villarreal - stark rotiert hatte. Das sei einfach wichtig gewesen, "um gesund zu bleiben und eine super Leistung im Cup bringen zu können".

Und die lieferte seine Truppe dann auch, Sturm hatte gegen den "ersten Anzug" der Salzburger letztlich keine Chance. "Wir haben überragend gespielt", erklärte Marsch und forderte gegen St. Pölten ein ähnliches Auftreten. "Wir müssen auf dieses Spiel aufbauen", gab der US-Amerikaner zu Protokoll.

Die Zeichen stehen diesmal nicht auf Rotation. "Wir haben jetzt nicht mehr so viele englische Wochen", stellte Marsch fest. Zudem kehren Bernardo, Noah Okafor und Oumar Solet nach Verletzungspausen am Samstag wieder ins Mannschaftstraining zurück. Nur Albert Vallci ist aufgrund einer Gelb-Sperre nicht dabei, Sekou Koita und Mohamed Camara fallen quasi für den Rest der Saison mit ihrer Dopingsperre aus. Marsch: "Wir sind bereit für die nächsten Monate."

Auch St. Pöltens Coach kann sich kaum vorstellen, dass Salzburg am Sonntag auf eine B-Elf setzt. "Ich glaube, dass sie mit der sogenannten ersten Garnitur spielen werden. Sie haben ja danach eine normale Meisterschaftswoche (ohne Cup, Anm.)", sagte Ibertsberger im Hinblick auf den Unterschied zur 19. Runde.

Die 2:8-Watschen vom 28. November ist ihm jedenfalls nur allzugut in Erinnerung. "Da waren wir in einigen Phasen gut drinnen, aber dann sind leichte Fehler passiert, nach denen dich Salzburg killt", meinte der Salzburger. "Es ist extrem wichtig, dass wir von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr fokussiert im Spiel sind". Zuletzt freilich vermisste man die Entschlossenheit, 2021 gab es in 7 Spielen bei 2 Remis nur 1 Sieg. Angesichts von fünf Punkten Rückstand auf Platz sechs ist der Traum von der Meistergruppe nach überraschend erfolgreichem Saisonstart ausgeträumt.

"Dass das nicht so eine schöne Situation ist, ist auch klar", stellte Ibertsberger fest, erkannte aber auch das Potenzial der Lage. "Es ist eine neue Situation und eine gewisse Lernphase, wie man mit so einer Situation umgeht." Auch wenn der Zug nach oben abgefahren scheint, gelte es freilich vor der Punkteteilung nach der 22. Runde Zählbares zu holen. "Wir wollen so viele Punkte holen wie möglich, damit wir einen gewissen Abstand haben. Es sind Punkte, die noch extrem wichtig sein können." Sollte es schlussendlich die Qualifikationsgruppe werden, will man zumindest ein gewichtiges Wörtchen um den Play-off-Platz mitreden. "Ich will dann nicht vom Abstiegskampf reden", betonte Ibertsberger. "Klares Ziel muss es sein, dass wir um Platz sieben spielen."