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Muren und Überflutungen im Oberpinzgau

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Ehepaar bei Murenabgang in Mittersill verletzt - 170 Feuerwehrleute im Einsatz - Felbertauernstraße seit Montagabend gesperrt

Die starken Regenfälle haben am späten Montagabend im Salzburger Oberpinzgau mehrere Muren ausgelöst und einige Gewässer über die Ufer treten lassen. Im westlichen Teil des Felberbaches in Mittersill wurden bei einem Murenabgang ein Ehepaar verletzt. Insgesamt mussten die Feuerwehren im Oberpinzgau zu 24 verschiedenen Einsätzen ausrücken, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos zur APA. Um 4.00 Uhr war der letzte Einsatz beendet.

Gegen 21.00 Uhr setzte zwischen Krimml und Zell am See heftiger Regen ein, den der Boden teilweise nicht mehr aufnehmen konnten. Deshalb lösten sich einige Muren und Bäche traten über die Ufer. Am heftigsten betroffen waren die Gemeinden Hollersbach, Bramberg und Mittersill. In Mittersill war das einheimische Ehepaar ins Freie gegangen, um Nachschau zu halten, wie ein Polizeisprecher am Dienstagvormittag auf APA-Anfrage erklärte. Dabei wurden die beiden "im Zuge des Murenabganges gegen die Mauer ihres Einfamilienhauses gedrückt". Das Gebäude befand sich in der Nähe des Felberbaches. Die Frau dürfte Abschürfungen und eine Platzwunde erlitten haben. Der Mann hat sich offenbar einen Arm gebrochen. Die Verletzten wurden ins Spital gebracht.

Die Felbertauernstraße wurde auf einer Länge von 700 Metern von Schlamm und Geröll verlegt, wobei im Auslauf der Erdlawine acht Autos abgeschnitten wurden und auch zwei Häuser getroffen wurden. Verletzt wurde in diesem Bereich aber glücklicherweise niemand. Die Feuerwehr brachte die eingeschlossenen Personen mit ihren Fahrzeugen in Sicherheit, sodass sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Die Felbertauernstraße zwischen Salzburg und Osttirol bleibt voraussichtlich noch bis Mittwochvormittag gesperrt.

Zwischen dem Mittersiller Gewerbegebiet und der Ortseinfahrt von Hollersbach überschwemmte ein Bach die B165 auf einer Länge von rund 500 Metern. Nach rund zwei Stunden hatte die Feuerwehr die Straße so weit geräumt, dass sie wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Insgesamt standen in den Gemeinden Hollersbach, Bramberg, Mittersill, Uttendorf, Stuhlfelden und Zell am See rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz. Dienstagvormittag waren nur mehr in Mittersill einige Feuerwehrleute auf Erkundungsfahrten unterwegs.

Quelle: APA