Mordprozess in Zell am See

Fortsetzung

Mordprozess in Zell am See

Der zuständige Gerichtsmediziner hat gestern ausgesagt, dass die 20-jährige Irene P. vergangenen Oktober durch drei Projektile in den Oberkörper gestorben ist. Vier Projektile wurden aus nächster Nähe abgefeuert. "Schon der erste Durchschuss war tödlich", so der Gerichtsmediziner. Die Pinzgauerin sei innerhalb weniger Minuten verblutet. Als Zeuge ist neben mehrerer Nachbarinnen auch ein amtsbekannter Mann vor Gericht erschienen. Der wegen des Mordes an Roland Krenn nicht rechtskräftig zu 18 Jahren Haft verurteilte Musiker aus dem Flachgau.

Der 26-Jährige war Zellengenosse des erstangeklagten Pinzgauers. Dieser habe ihm erzählt, er sei zu der Tat beauftragt worden. Am Nachmittag wurde Neuropsychiaterin Gabriele Wörgötter vor Gericht befragt. Sie attestierte den beiden Angeklagten eine höhergradige geistige Abartigkeit. Die Staatsanwaltschaft beantragte daher neben einer Verurteilung auch die Einweisung der Angeklagten in eine Anstalt für zwar zurechnungsfähige, aber höhergradig geistig abnorme Rechtsbrecher.

Der Zweitangeklagte dürfte den Erstangeklagten zur Tat bestärkt haben. Er soll auch Fahrer des Fluchtautos gewesen sein. Der Mann ist, im Gegensatz zum Erstangeklagten, nach wie vor nicht geständig. Beiden Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess wird im November oder Dezember fortgesetzt.

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