Monsterfels in Fusch entschärft

Felssprengung

Monsterfels in Fusch entschärft

Trotz widriger Wetterverhältnisse im Vorfeld konnte eine absturzgefährdete Felsnadel oberhalb von Bad Fusch am Samstag durch eine erste kontrollierte Sprengung geteilt und damit verkleinert werden.

„Die unterhalb liegenden Bauerngehöfte und die Bad Fuscher Gemeindestraße waren akut gefährdet. In Zusammenarbeit mit einem professionellen Felsräumungsunternehmen konnte hier wieder mehr Sicherheit geschaffen werden“, sagte der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz unmittelbar nach dem Absprengen der rund neuneinhalb mal dreieinhalb mal drei Meter großen und etwa 500 Tonnen schweren Felsnadel.

Auch der für den Katastrophenfonds zuständige Landesrat Josef Schwaiger zeigte sich nach der Sprengung erleichtert: „Uns ist die Sicherheit für die Menschen, die im ländlichen Raum leben und arbeiten, sehr wichtig. Zum Glück sind solche außergewöhnlichen Bedrohungen wie in Bad Fusch äußerst selten. Klar ist, dass hier rasch und entschlossen reagiert werden musste“, so Schwaiger.

Da sich unmittelbar nach der Sprengung aber noch nicht viel bewegt hat, wurde der Landesgeologe eingefolgen, um die Felsnadel und das umliegende Gelände aus der Luft zu besichtigen. „Nach einer erneuten Begehung und Befliegung durch den Landegeologischen Dienst wird noch heute über weitere Maßnahmen entschieden“, erläuterte der Pinzgauer Katastrophenschutzreferent und Bürgermeister von Fusch, Hannes Schernthaner am Samstag.

Felsteile lösten sich noch

Im Laufe des Nachmittags haben sich dann aber doch jene Felsteile, die nicht mit der Sprengung abgegangen sind, selbstständig gelöst. Damit kann am Montag mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, informierte der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz über die Maßnahmen zur Beseitigung einer absturzgefährdeten Felsnadel im Ortsteil Perleben oberhalb der Gemeindestraße nach Bad Fusch. Durch das natürliche Nachrutschen der Felsteile sind keine weiteren Sprengungen notwendig, ergab eine Begutachtung durch den Landesgeologischen Dienst.

„Wir sind erleichtert, dass die Gefahrenstelle entschärft worden ist und mit der Räumung begonnen werden kann. Das Sprengteam hat die Arbeiten unter hohem Risiko durchgeführt. Diesen Experten gehört hoher Respekt gezollt. Jetzt hoffen wir auf baldige Öffnung der Bad Fuscher Straße“, so Hannes Schernthaner, Bürgermeister von Fusch an der Großglocknerstraße und gleichzeitig Katastrophenschutzreferent für den Pinzgau.

Die Räumung wird ab kommenden Montag mit Beobachtungsposten und schwerem Gerät erfolgen. Der talseitige Auffangdamm wird zusätzlich verstärkt und die in Mitleidenschaft gezogenen Drainagen werden wieder funktionsfähig gemacht.

Diesen Artikel teilen:
Jetzt spielt KIT MAIZY WILDFIRE
Nächster Song TEN TOWERS / WONDERS OF NATURE

Fotoalbum 1 / 28