Monika Rathgeber ab heute vor Gericht

Prozessbeginn

Monika Rathgeber ab heute vor Gericht

Monika Rathgeber wird ab heute der Prozess gemacht. Mehr als drei Jahre nach dem Auffliegen des Salzburger Finanzskandals startet heute der Prozess gegen die ehemalige Budgetreferatsleiterin des Landes. Durch hochriskante Spekulationsgeschäfte soll laut Finanzreferent Christian Stöckl ein Schaden von mindestens 470 Millionen Euro entstanden sein.

Die Vorwürfe

Rathgeber muss sich wegen schweren Betruges und Urkundenfälschung vor einem Schöffensenat verantworten. Sie soll in 96 Fällen die Unterschrift ihres Kollegen zum Abschließen von Bankgeschäften kopiert haben. Zudem soll sie Schadensmeldungen an den Katastrophenfonds des Bundes falsch abgerechnet haben, in dem sie laut Anklage Schäden frei erfunden, erhöht oder anders dargestellt hat. So sollen rund zwölf Millionen Euro unrechtmäßig an Gemeinden und das Land ausbezahlt worden sein. Dass sie sich persönliche bereichert haben soll, wirft ihr übrigens niemand vor. Bei einer Verurteilung drohen Rathgeber ein bis zehn Jahre Haft. Zeugen werden heute und morgen noch keine befragt.

Spontaner Wechsel

Eine Woche vor dem Prozess hat Monika Rathgeber noch ihren Verteidiger ausgetauscht. Statt Herbert Hübel kommt nun der Strafverteidiger Kurt Jelinek zum Zug. Bisher keine Anklage gibt es gegen Politiker oder hohe Beamte. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt aber weiterhin gegen zehn Beschuldigte, wie etwa Rathgebers Vorgesetzten Eduard Paulus oder Bürgermeister Heinz Schaden.

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