Mit dem 1. April verabschieden wir die Privatsphäre

„Big Brother is watching you“

Mit dem 1. April verabschieden wir die Privatsphäre

In Salzburg, Linz, Innsbruck, Graz und Wien gingen am Samstag zahlreiche Gegner der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung auf die Straße.

Was wird gespeichert?

Bei der Vorratsdatenspeicherung werden neben der IP Adresse des Computers, der Name und die Anschrift des Inhabers, auch der Standort und die genaue Gerätekennung eines Mobiltelefons sowie Sender und Empfänger von SMS, MMS, E-Mails und Telefoniediensten inklusive Internettelefonie festgehalten.

Es wird so gut wie alles gespeichert: Wer mit wem wann wie kommuniziert, egal ob in gesprochener oder schriftlicher Form, ob über das Internet, das Festnetz oder den Mobilfunk. Laut Angaben der Betreiber werden zwar keine Inhalte aufgezeichnet, aber schon die Standortdaten eines Handys reichen aus, um den Nutzer ausfindig zu machen und nachverfolgen zu können.

Wozu?

Die Polizei erhofft sich durch die Vorratsdatenspeicherung Rückschlüsse für ihre Ermittlungen. Kritiker dagegen sehen darin eine Verletzung des Menschenrechts auf Privatsphäre sowie eine Verletzung des Grundrechts auf Datenschutz, auch wenn die Daten nur für 6 Monate festgehalten werden.

Man hat mit der Umsetzung in Österreich lange gezögert, sich schlussendlich den angedrohten Strafzahlungen aber gebeugt. Somit heißt es seit dem 1. April: „Privatsphäre Ade“.

Diesen Artikel teilen:
Jetzt spielt TELLOW BETTER DAYS
Nächster Song CHASE WHITE / OUT OF MY HEAD

Fotoalbum 1 / 28