Massenschlägerei zwischen Afghanen und Tschetschenen

Alles andere als Drogenkrieg

Massenschlägerei zwischen Afghanen und Tschetschenen

Salzburg 2015, Linz 2014, Graz 2013. Immer wieder prallen Afghanen und Tschetschenen in unseren Hauptstädten aufeinander. Es spielt sich praktisch auch immer wieder dasselbe Bild ab. Bis zu 20 Mann starke Gruppen, oft sogar bewaffnet, gehen aufeinander los. Warum kommt es aber zu den Auseinandersetzungen?

Drogenkampf?

Eine Vermutung hält sich hartnäckig. Es soll schlicht und einfach um die Vormachtsstellung im Drogengeschäft gehen. Auf Anfragen bei der Polizei hat sich weder in Graz noch in Linz bestätigen lassen, dass Drogen wirklich eine Rolle gespielt haben. Erklärungen reichen von dem Streit um ein Mädchen über Familienstreitigkeiten. Auch in Salzburg haben sich Gerüchte um einen Drogenzusammenhang nicht bestätigen lassen.

Was ist passiert?

So seltsam es klingen mag, aber der Streit, bei dem die Polizei zum Schluss sogar zig gefährliche Waffen konfiszierte stellte sich als Konflikt zwischen Jugendlichen heraus. Ein Treffen, dass eigentlich als Akt der Entschuldigung zwischen den jungen Leuten geplant war, endete mit einem niedergeschlagenen und ausgeraubten Tschetschenen. Als Result trieb sich die Gewaltspirale im Laufe der Tage immer weiter nach oben und glich für Ausenstehende einem kriegsähnlichem Zustand. Durch Zaindi Dadajew vom tscheschenischen Kulturverein "Daymohk"  und weiteren Mitgliedern konnte jedoch noch Schlimmeres verhindert werden. Er war es der am Sonntag die Polizei verständigte und die tschetschenischen Jugendlichen, an die 40 Stück, stoppte bevor die Situation vollkommen aus der Kontrolle geriet. Für den Schriftführer des Vereins gibt es keine Entschuldigung für das Verhalten der Jugendlichen auf beiden Seiten.

Eskalation

Der Grund warum alles derat eskalieren konnte liegt für ihn auch auf der Hand. Die Jugend traut der Polizei nicht. Das hat die banale Folge, dass sie glauben alles selbst in die Hand nehmen zu müssen. Hier will auch der Kulturverin ansetzten. Man muss ihnen verstärkt beibringen, dass die Polizei ihre Arbeit macht und wir hier in einem Rechtsstaat leben, das Ziel ist es ja sich zu integrieren umsonst sei man nicht vor dem Krieg geflohen, meinte auch der junge Boxer Ruslan Zakriev (Staatsmeiser). Selbst Tschetschene, der seit 11 Jahren in Österreich lebt und Mitglied des Vereins ist.

Vorbei

Laut dem Verein hat man sich mittlerweile wieder mit den Afghanen versöhnt. Was noch ausbleibt sind aber die rechtlichen Konsequenzen, die auf die Beteiligten Schläger zukommen könnten.
 

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