Marder sind wieder aktiv

Es ist wieder soweit...

Marder sind wieder aktiv

Der ÖAMTC verzeichnet bis zu  20 Einsätze am Tag wegen Marderschäden. Auf dem Speiseplan der Marder stehen vermehrt Kabel, Gummischläuche. Der Motorraum von Autos ist für Marder bei ihren nächtlichen Streifzügen ein beliebter Erholungsort. Jürgen Klampfer:

Da der Motorraum bevorzugt als Unterschlupf genutzt wird, finden sich dort auch schnell Rückstände und Duftnoten von Nebenbuhlern. Dort reagiert sich der Marder ab, die Folge sind meist zerbissene oder angeknabberte Gummi-Schläuche oder Kabel, etwa von der Zündung oder dem Kühlsystem.

Der günstigste Schutz vor Marderbissen sind auch Gitter oder Maschendraht unter den Autos. In der Regel kommt die Kaskoversicherung für den Marderschaden auf.

Besonders gefährdet sind Fahrzeuge, die zwischen verschiedenen Orten pendeln und über Nacht an unterschiedlichen Plätzen im Freien geparkt werden.

“Wird ein markiertes Auto im Revier eines anderen Marders abgestellt, dann droht höchste Gefahr.

Der örtliche Marder verteidigt sein Revier, vermehrte Bissattacken im zugereisten Auto sind die Folge”, warnt der ÖAMTC-Technikexperte Herbert Breitenfellner. Die häufigsten Defekte seien an- und durchgeknabberte Kabel sowie durchlöcherte Kühlerschläuche. Im schlimmsten Fall könnten Folgeschäden wie ein Katalysator-Defekt oder ein überhitzter Motor drohen.

Maßnahmen zur Marderabwehr gibt es laut ÖAMTC mehrere: Ultraschallgeräte, die für die Tiere unangenehme Schallwellen aussenden. Kontaktplättchen, die dem Marder einen elektrischen Schlag versetzen, um ihn künftig vom Besuch abzuhalten. Obendrein werden Ummantelungen aus Hartkunststoff zum Schutz von Zünd- und anderen Elektrokabeln sowie Sprays angeboten, die die Tiere vertreiben sollen. “In vielen Fällen helfen diese Mittel gut, wenngleich sie keinen 100-prozentigen Schutz bieten können”, berichtete Breitenfellner.

Wenn ein Marder sein Unwesen getrieben und beispielsweise ein Kabel durchgebissen hat, sollte auf jeden Fall eine gründliche Motorwäsche durchgeführt werden, um die Duftmarken zu entfernen. Finanziell hilft eine Kaskoversicherung, wenn Marderschäden im Leistungsumfang enthalten sind.

Die Pannenfahrer der Autofahrerclubs haben jede  Menge Stress. Schuld sind die Steinmarder, die gerade jetzt besonders aktiv sind. Sie grenzen ihr Revier ab und falls ein anderer Artgenosse seine Duftmarke bereits unter einer warmen Motorhaube hinterlassen hat, dann gibt es für den Marder kein Halten mehr. Er wird aggressiv und zerbeisst dort alles – vor allem Schläuche und Kabel. Hilfe bringt moderne Technik, sagt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC.

Um sicher zu gehen dass die eigene Motorhaube nicht schon beduftet worden ist, hilft übrigens eine Motorwäsche, raten die Experten.

Einmal Marder immer Marder.

Vor allem im Frühling haben Marder wieder Hochsaison. Hunderte Salzburger müssen derzeit wegen eines Marderschadens mit ihrem Auto in die Werkstatt fahren. Da Marder ihr Gebiet verteidigen wollen, suchen sie sich oft dieselben Autos aus.

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