Lösung oder doch nur Verlagerung

Sektorales Bettelverbot

Lösung oder doch nur Verlagerung

Seit rund acht Monaten darf in Teilen der Salzburger Altstadt also nicht mehr gebettelt werden. Das Verbot gilt unter anderem in der Linzergasse, am Platzl, in der Getreidegasse samt Durchgängen in Richtung Griesgasse und in Richtung Universitätsplatz, im Sterngässchen, im Badergässchen, am Rathausplatz, in der Judengasse, auf der Staatsbrücke, auf dem Makartsteg und am Kommunalfriedhof.

Bettler halten sich an Verbot

Bürgermeister-Stellvertreter Harald Preuner zieht eine erste Bilanz: "Die Bettler halten sich zum größten Teil an das Verbot. Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass mittlerweile doch weniger Bettler unterwegs sind als früher. Wir werden im Frühjahr auf jeden Fall eine erneute Evaluierung durchführen." Auch die Geschäftsleute in der Getreidegasse und der Linzergasse sprechen von einer "Besserung". Es seien beinahe keine Bettler mehr in den Verbotsbereichen.

Lage in Lehen, Andräviertel und Mülln

Die Bedenken vieler Salzburger gingen ja in die Richtung, dass die Bettler nicht weniger werden, sondern sich das Problem nur verlagert. Vize Harald Preuner erklärt im Antenne Salzburg Interview: "Ich konnte hier keine großen Verschiebungen feststellen, aber wir denken darüber nach, das Bettelverbot auszuweiten." In den Stadtteilen sind die Anrainer verschiedener Ansicht, manche stellen keine großen Veränderungen fest, andere wiederum sprechen von einer enormen Steigerung der Zahl der Bettler (etwa im Andräviertel).

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