Langer Winter heizt Salzburger Arbeitsmarkt ein

Zum Saisonausklang niedrigste Arbeitslosenquote

Langer Winter heizt Salzburger Arbeitsmarkt ein

Im Bundesvergleich hält Salzburg aber weiterhin die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote.

12.140 Personen waren Ende März im Bundesland Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Das ist gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ein Plus von 680 Personen oder 5,9 Prozent. Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit um zehn Prozent gestiegen. Die Zahl der Schulungsteilnahmen ist mit 2.894 (+0,4%) nahezu konstant geblieben. Bei der Arbeitslosenquote hat Salzburg als einziges Bundesland mit 4,7 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode) die Fünf-Prozent-Marke unterboten und liegt mit Abstand vor dem nächstplatzierten Oberösterreich (5,2%).

„Der Arbeitsmarkt zum Winterausklang war von Witterungseinflüssen geprägt“, resümiert AMS-Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner: „Die durch die gute Schneelage und den frühen Ostertermin gute Beschäftigungssituation im Wintertourismus konnte den wetterbedingt verzögerten Saisonstart im Bauwesen nicht aufwiegen.“

In der Beherbergung und Gastronomie war die Arbeitslosigkeit um 3,9 Prozent oder 80 Personen rückläufig, wobei der Rückgang nur in der Hotellerie (-11%) stattgefunden hat, während die Gastronomie ein Plus (+4,2%) an Arbeitslosen verbuchte. Das Bauwesen verursachte mit plus 12,4 Prozent oder 237 Personen sowohl witterungs- als auch konjunkturbedingt den größten Arbeitslosenzuwachs. Für weitere deutliche Zuwächse sorgten der Handel (+12,3% oder 200 Personen) sowie die Warenherstellung (+9,3% oder 106 Personen). Bei den Personalverleihern ist die Arbeitslosigkeit (+3,5% oder 33 Personen) dagegen nur unterdurchschnittlich gestiegen.

Als positiv verbucht das AMS Salzburg die Entwicklung bei älteren und jüngeren Arbeitskräften: Während die Zahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre mit einem Plus von 5,5 Prozent unterdurchschnittlich zugenommen hat, hat sich die Zahl der Arbeitslosen bis 24 Jahre sogar um minus 1,1 Prozent verringert. Ebenfalls gesunken ist Arbeitslosigkeit von Frauen mit einem Minus von 2,1 Prozent, während die Zahl arbeitsloser Männer um 11,2 Prozent gestiegen ist.

Unterschiedlich verlief die Entwicklung in den Bezirken: Im Pinzgau konnte man sich über einen deutlichen Arbeitslosenrückgang von 7,3 Prozent freuen, während im Tennengau ein Zuwachs von 12,2 Prozent verzeichnet werden musste. Dazwischen liegen der Lungau mit einem leichten Plus von 1,3 Prozent, der Pongau mit plus 8,0 Prozent und der Flachgau mit der Landeshauptstadt mit plus 9,8 Prozent, wobei die Stadt Salzburg einen deutlicheren Zuwachs im Ausmaß von 11,1 Prozent verzeichnete während in Salzburg-Umgebung die Arbeitslosigkeit um 7,6 Prozent zunahm.


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