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Land rechnet mit mehreren tausend ukrainischen Flüchtlingen

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Einbindung von NGOs wichtig / Quartiersuche läuft auf Hochtouren / Salzburg steht vor großer Herausforderung

Immer mehr Menschen verlassen aufgrund des Kriegs in der Ukraine ihre Heimat und fliehen vor den Kampfhandlungen in Richtung Westen. Das Land Salzburg rechnet, dass in den kommenden Tagen und Wochen die Zahl der Flüchtlinge stark zunimmt. „Derzeit gehen wir von mehreren tausend Flüchtlingen aus, die in Salzburg unterzubringen und zu versorgen sein werden. Darauf bereiten wir uns mit Hochdruck vor und haben bereits die notwendigen Planungen in die Wege geleitet“, betonen Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Hundertausende Menschen aus der Ukraine sind bereits auf der Flucht. Momentan wird noch beobachtet, dass die Flüchtenden vor allem Verwandte oder Bekannte zum Ziel haben und auch dort untergebracht werden können. Mit dem Anwachsen der Flüchtlingszahlen werden jedoch auch verstärkt Unterkünfte benötigt werden. Darauf bereitet sich das Land Salzburg bestmöglich vor. Es wird davon ausgegangen, dass registrierte Flüchtlinge aus der Ukraine in die Grundversorgung fallen und ab Donnerstag die Massenzustrom-Richtlinie der EU in Kraft treten wird, die ukrainischen Bürgerinnen und Bürgern ein einjähriges Bleiberecht und Zugang zum Arbeitsmarkt sichern wird.

Haslauer: „Salzburg rüstet sich für Flüchtlinge.“

„Gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn habe ich bereits Planungen für Information, Ankunftsmanagement und Schaffung neuer Quartierplätze beauftragt. Ziel ist es, bis kommenden Freitag alles vorzubereiten, damit wir dann gemeinsam mit den zuständigen Regierungsmitgliedern die Umsetzung der Maßnahmen in die Wege leiten können. Nichtregierungsorganisationen (NGO) sowie alle Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen sind bereits in die Vorbereitungen eingebunden“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Schellhorn: „Neue Quartierplätze werden geschaffen“

Momentan werden im Land Salzburg 1.338 Menschen in der Grundversorgung betreut. „Aktuell planen wir mit zumindest 5.000 Ukrainerinnen und Ukrainern, die mit der Fluchtbewegung nach Salzburg kommen könnten. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an der Schaffung neuer Quartierplätze. Diese Planungen erfolgen unter Federführung der Abteilung Soziales in Kooperation mit allen internen und externen Experteninnen und Experten“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Zudem wird eine Informations- und Kommunikationsplattform geschaffen auf der Informationen für Freiwillige wie auch Hilfesuchende zur Verfügung stehen. Quartierangebote können bereits unter grundversorgung@salzburg.gv.at eingemeldet werden", so Schellhorn.

Ankunftsmanagement für Flüchtlinge

Grundsätzlich ist die Registrierung von Flüchtlingen Bundesaufgabe. Salzburg stellt sich aber darauf ein, dass es rund um die Ankunft auch die Unterstützung der Länder brauchen wird. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die logistische Umsetzung eines Ankunftsmanagements in Salzburg.

Schwerpunkte Ukraine-Flüchtlinge in Salzburg

• Informations- und Kommunikationsplattform: Einbindung Freiwilligenarbeit, Einmeldung private Quartiergeber
• Schaffung von neuen Quartierplätzen
• Ankunftsmanagement für Flüchtlinge in Salzburg

Weitere Vorgehensweise

Für Donnerstag ist eine Arbeitsausschusssitzung der Regierung anberaumt. Am Abend werden NGOs aus Salzburg eingeladen und gemeinsam die aktuelle Situation besprochen. Am Freitag gibt es die nächste Koordinierung zwischen Politik und Experten und für Anfang kommender Woche wird das Asylsteuerungsgremium für Salzburg einberufen.

Quelle: Land Salzburg