Kritik an Salzburger Verkehrspolitik

Vida & Verkehrsplattform

Kritik an Salzburger Verkehrspolitik

Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gewerkschaft Vida und der Salzburger Verkehrsplattform gehen die Wogen hoch. Die Vertreter von Verkehrsteilnehmern und Bediensteten fordern ein klares Umdenken bei der Verkehrspolitik in Stadt und Land. Im Land Salzburg nutzten nur 11% der Bevölkerung die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Politik werden praktisch Jahre der Tatenlosigkeit vorgeworfen. Peter Haibach von der Verkehrsplattform sieht das Problem bei allen beteiligten der Stadt und Landespolitik. Besonders richtet sich seine Kritik aber gegen Verkehrslandesrat Hanz Mayr. Haibacher zufolge ist Mayr schlichtweg überfordert mit seiner Aufgabe und sollte wohl ein Ressort abgeben.

Lösungsvorschläge

Vida und Verkehrsplattformen übten aber nicht nur Kritik sondern stellten auch konkrete Forderungen: Bestehendes soll verbessert werden. So zum Beispiel die Bahnlinie S2. Anstatt ständig wechselnder Fahrzeiten soll ein konstanter 30 Minutentakt eingeführt werden. Alles andere würde laut der Verkehrsplattform die möglichen Kunden nur verwirren und dazu führen, dass sie von vorn herein das Auto nutzen. Zusätzlich soll die S3 durch einen Park & Ride Parkplatz attraktiver gemacht werden. Auch dem Bus muss in der Stadt mehr Priorität eingeräumt werden. Durchgehende Busspuren und ein konstanten 10 Minutentakt würden unter anderem auf dem Plan stehen.

Wer zahlt?

Auch hierfür gibt es einige Ideen. So soll zum Beispiel eine Citymaut den Verkehr aus der Stadt vertreiben und zusätzlich Einnahmen für die Finanzierung der „Öffis“ schaffen. vorstellbar wären auch Abgaben die vom Dienstgeber zu entrichten sind oder auch von Einkaufszentren. Alles um den öffentlichen Verkehr anzukurbeln.

Wie reagiert Mayr?

Landesrat Hans Mayr hält nicht viel von der Kritik. Aus seiner Sicht ist es kein Unterfangen das so leicht zu lösen ist und entsprechend auch Zeit beansprucht, außerdem hat man hier bereits von den Vorgängern nicht das beste Erbe überreicht bekommen. Zusätzlich muss man erst ein gutes Angebot schaffen bevor man über Dinge wie eine Citymaut nachdenken soll, die erneut Bürger belasten würde. 

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