Krisenstab in Salzburg dämpft Euphorie

Grenzöffnung

Krisenstab in Salzburg dämpft Euphorie

Der Abteilungsvorstand der Bezirksverwaltung und Leiter des Covid-19-Krisenstabs in der Stadt Salzburg, Michael Haybäck, hat am Mittwoch die Euphorie über die geplante Grenzöffnung zu Deutschland mit 15. Juni etwas gedämpft. "Wir haben im Grenzbereich zu Bayern leider Gegenden mit enormen Anstiegszahlen", sagte er in der Sitzung des Salzburger Gemeinderats am Vormittag.

Tatsächlich zählten die Landkreise Rosenheim, Rosenheim-Stadt und Traunstein laut dem Robert-Koch-Institut in Berlin zuletzt zu jenen Landkreisen in Deutschland, die im Laufe der vergangenen sieben Tage die höchsten Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner verzeichneten. "Ich schätze die Öffnung der Gastronomie in Salzburg darum als weitaus weniger problematisch ein als den wiedererwachenden Grenzverkehr", sagte Haybäck.

"Wenn Mitte Juni die Menschen aus diesen Regionen wieder unsere Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen besuchen, gehe ich davon aus, dass wir uns noch einmal mit der ganzen Angelegenheit neu befassen werden müssen." Vorsicht sei auch geboten, weil Salzburg ein Ballungsraum sei und mit dem Flughafen oder dem Bahnhof über wichtige Verkehrsknotenpunkte verfüge. "Es ist darum wichtig, die Corona-Regeln weiterhin einzuhalten", teilte Haybäck der APA mit. "Wir können aber nicht ausschließen, dass es zu neuen Erkrankungen in der Stadt kommt."

Die Landeshauptstadt gilt seit wenigen Tagen als Corona-frei. Davon ausgenommen sind lediglich jene Patienten, die noch im Covid-Haus am Uniklinikum Salzburg behandelt werden müssen.

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