Kreuze gehören nicht auf den Berggipfel

Reinhold Messner: Kein religiöses Symbol am Berg

Kreuze gehören nicht auf den Berggipfel

Im Karwendelgebirge gab es in den letzten vier Monaten Fälle von Vandalismus. Gipfelkreuze wurden am Schafreuter, am Prinzkopf und bei der Dudl-Alm beschädigt. Der Täter ist noch nicht gefasst. 

Der Bergsteiger Reinhold Messner meinte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung Gipfelkreuze seien unangebracht, da sie ein religiöses Symbol darstellen. „Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin, dieses gehört meiner Meinung nach nicht auf einen Gipfel“, so Messner. Berge sollen nicht mit einer bestimmten Religion verknüpft werden, da jeder Mensch, gleich welcher Weltanschauung, Berge besteigen kann.

Früher wurden die Gipfel mit Steinen gekennzeichnet, das Gipfelkreuz gibt es erst seit etwa 200 Jahren. Messner ist der Meinung: „Berge sollen nicht mit religiösen, politischen und sonstigen weltanschaulichen Symbolen besetzt werden. Dahinter stecken meist Machtdemonstrationen.“ Trotzdem verurteilt Messner den Vandalismus.