Kein Auftaktsieg für die Eishockey Bulls

Playoff

Kein Auftaktsieg für die Eishockey Bulls

Der EC Red Bull Salzburg musste sich beim Playoff-Halbfinal-Auftakt in Wien gegen die spusu Vienna Capitals mit 2:4 geschlagen geben. In einem Spiel zweier Gegner auf Augenhöhe und mit wechselnden Führungen erzielten die Vienna Capitals in der 56. Minute den entscheidenden Treffer – der vierte Treffer ging ins leere Tor – und legten damit in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 vor. Das zweite Halbfinalspiel steigt am Sonntag in der Salzburger Eisarena (14:00 Uhr).   

Ein Spiel auf Augenhöhe und mit wechselnden Führungen

Die Red Bulls sind ins Halbfinale ohne Brant Harris, Peter Hochkofler und Dario Winkler, dafür wieder mit Alexander Pallestrang gestartet, der Mitte Februar sein letztes Spiel bestritten hatte. Anfangs tasteten sich beide Teams kurz ab, bevor die Red Bulls ab der fünften Minute deutlich gefährlicher wurden und erste gute Schüsse aufs Wiener Tor anbrachten. In der achten Minute musste Salzburgs Goalie Steve Michalek erstmals ernsthaft ins Spiel eingreifen, behielt in Unterzahl bei einigen unübersichtlichen Situationen vor seinem Kasten die Übersicht. Bei gleicher Mannschaftsstärke bauten die Salzburger sofort wieder Druck auf, die Schüsse auf Jean Philippe Lamoureux wurden besser. Doch in der neunten Minute war die Scheibe plötzlich im Salzburger Tor, wie aus dem Nichts traf Kelsey Tessier aus dem Slot ins Kreuzeck und brachte die Wiener in Führung. Die Gastgeber kamen danach besser in die Partie und es entstand ein Auf und Ab, in dem Dustin Gazley in der 16. Minute bei einem Nachschuss die beste Salzburger Möglichkeit hatte. Nach 20 Minuten führten die Capitals mit 1:0. 

Den zweiten Durchgang hätten die Red Bulls nicht besser beginnen können, Dominique Heinrich schickte Thomas Raffl in der 21. Minute mit einem Traumpass über die neutrale Zone ins Angriffsdrittel und der verwertete nach kurzem Alleingang zum Ausgleich. In der 28. Minute brachte Bobby Raymond die Red Bulls bei 4 vs. 4 unbehelligt aus dem halbhohen Slot mit einem Schlagschuss erstmals in Führung. Kurz darauf glichen die Vienna Capitals wieder aus, Sondre Olden traf im Powerplay mit einem Distanzschuss, bei dem Steve Michalek keine Sicht hatte; der Treffer wurde erst nach minutenlangem Videostudium der Schiedsrichter gut gegeben. In weiterer Folge lieferten sich beide Teams ein Match auf Augenhöhe und abwechselnd guten Möglichkeiten. In der 32. Minute hatte Raphael Herburger nach Querpass allein vorm Wiener Torhüter eine Top-Chance. Kurz vor der Pause verzog Wiens Marc-Andre Dorion allein vorm Kasten und Thomas Raffl bekam im Powerplay einen One-timer nicht an Jean Philippe Lamoureux vorbei. Nach zwei Dritteln stand es 2:2. 

Im Schlussdrittel konnten beide Teams in einem weiter offenen Spiel lange keine zwingenden Chancen erspielen. Nach und nach erarbeiteten sich die Salzburger mehr Spielanteile, auch wenn die Capitals in der 51. Minute einen Penalty zugesprochen bekamen; Steve Michalek hielt gegen Kelsey Tessier. Gegen Ende des Drittels wurden die Gastgeber wieder stärker, Steve Michalek war aber hellwach und parierte etliche gute Schüsse. Bei dem Nachschuss in der 56. Minute war er aber machtlos, Chris DeSousa hatte nach Rebound ein halbleeres Tor vor sich und traf für die Vienna Capitals zum vorentscheidenden 3:2. Das konnten die Salzburger trotz einiger brenzliger Situationen vor dem Wiener Tor auch mit sechs Feldspielern nicht mehr verhindern, Wiens Peter Scheider besiegelte schließlich mit dem Empty-Net-Tor die Salzburger 2:4-Niederlage. Die Red Bulls unterlagen somit im ersten Halbfinalspiel in Wien, waren den Capitals aber absolut ebenbürtig. 


Erste Bank Eishockey Liga | Playoff-Halbfinale
spusu Vienna Capitals – EC Red Bull Salzburg  4:2 (1:0, 1:2, 2:0)
Tore: Tessier (9.), Olden (30./PP), DeSousa (56.), Schneider (60./EN) resp. Raffl (21.), Raymond (28.)


Salzburgs Head Coach Andreas Brucker: “Wir sind etwas schwierig in die Partie hineingekommen, waren dann aber im zweiten und dritten Drittel die bessere Mannschaft. Kleinigkeiten haben das Spiel letztlich entschieden und wir haben bei einigen guten Chancen die Scheibe leider nicht im Tor untergebracht. Aber die Mentalität und die Einstellung haben gepasst, wir haken das Spiel ab und bereiten uns auf Sonntag vor.“

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