07. Dezember 2019 10:51
Super-G in Beaver Creek
Kärntner Matthias Mayer wird Dritter
Der Schweizer Marco Odermatt gewann in Beaver Creek eine Zehntelsekunde vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde und mit 0,14 auf den Kärntner Lake-Louise-Triumphator und Olympiasieger Matthias Mayer.
Kärntner Matthias Mayer wird Dritter
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Odermatt hatte 2018 in Davos in den fünf Einzelrennen vier Goldmedaillen gewonnen, mit der Schweiz setzte er sich zudem im Teambewerb durch. Er wird daher seit längerem hoch gehandelt - wegen seiner Allrounder-Qualitäten auch als künftiger möglicher Gesamtweltcupsieger. "Das klingt so unreal für mich. Klar kommt man mit so einem Rennen dem einen Schritt näher, aber es fehlt noch an Konstanz. Ich muss Rennen für Rennen nehmen", sagte Odermatt im Interview und winkte gleich mal die große Erwartungshaltung von sich weg.


Er zeigte auf der "Birds of Prey" bei weitem keine fehlerfreie Fahrt. "Ich bin mit Nummer zwei voll am Limit gefahren, es wäre definitiv nicht mehr gegangen." Mit dieser niedrigen Nummer ist man im Super-G immer noch ein Testpilot. "Ich hatte keine Infos, aber eine Linie im Kopf. Die musst du durchziehen." Den Ausfall von Adrien Theaux, der das Rennen eröffnete, habe er nicht mitbekommen.

Mayer hatte seinen Dienstag-Crash im Riesentorlauf-Training gut weggesteckt, die zugezogene Muskelverletzung am Übergang von der Hüfte zum Oberschenkel merkte er im Rennen nicht. "In der Hüfte ist noch ein leichtes Ziehen da, aber während des Fahrens bin ich so im Fokus, da kann ich das relativ gut ausblenden", erklärte der Kärntner, der Führender im Gesamtweltcup und der Disziplinwertung blieb.

Bester Österreicher: Matthias Mayer. Dass die Fahrt von Odermatt zum Sieg reichte, hätte er sich nicht gedacht: "Ich habe mir die ersten fünf Fahrer im Athletenzelt angeschaut, Odermatt hat voll angegriffen. Aber mit dem Fehler hätte ich nicht gedacht, dass das für ganz vorne reicht." Nach den am Vortag gefallenen paar Zentimetern Schnee präsentierte sich die Piste nicht mehr durchgehend so kompakt wie noch im Abfahrtstraining am Mittwoch, wo Mayer Dritter war. Der als zweitbester Österreicher im Super-G siebentplatzierte Vincent Kriechmayr war daher auch "ziemlich angefressen wegen meiner Leistung". Hannes Reichelt wurde Neunter. Max Franz landete im geschlagen Feld. Der Kärntner hatte sich vergangenen Samstag in der Abfahrt von Lake Louise im Kreuz verrissen, war nicht voll fit. "Ich habe oben nicht reingefunden, da bleibt einiges an Zeit liegen. Der Tag ist zum Abhakeln, schade, aber ist so." Der Franzose Alexis Pinturault zeigte als Vierter auf, Kugelverteidiger Dominik Paris aus Südtirol indes wurde nur 13.