Ist Sonntagsshopping wirklich notwendig?

Hitzige Diskussionen

Ist Sonntagsshopping wirklich notwendig?

Die Forderung des Shoppingcenter Betreibers SES, die Einkaufszentren an vier bis sechs Sonntagen pro Jahr offenzuhalten, hat die Wogen hochgehen lassen. Der Konzern, der auch den Salzburger Europark betreibt, gibt als Begründung die Chancengleichheit mit dem Online-Handel an. Der stationäre österreichische Handel habe in der Konkurrenzsituation mit dem E-Commerce das Nachsehen, alleine beim Thema Steuern und Abgaben. Das habe langfristig auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Während Online-Riesen wie Amazon 24 Stunden an 7 Tagen Geschäft machen können, sei der stationäre Handel an die Öffnungszeiten gebunden, so Stephan Mayer-Heinisch, der Obmann des Österreichischen Shopping Center-Verbandes (ACSC).

Diese Ankündigung hat für Aufregung gesorgt und vor allem die Gewerkschaft auf den Plan gerufen. Den Vorstoß des Handels sieht man hier als Provokation. Es sei eine gefährliche Drohung gegenüber den über 400.000 österreichischen Handelsangestellten, so Gewerkschaftssprecher Gerald Forcher.

Forcher befürchtet hier einen Dominoeffekt, wonach sich die Sonntagsöffnungszeiten schnell ausweiten könnten, bis hin zur generellen Sonntagsöffnung. Eine Umfrage der Gewerkschaft habe gezeigt, dass 95% der Befragten gegen eine Sonntagsöffnung im Handel waren.   

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