Investitionen in Salzburgs Kulturgüter

147 Sanierungsprojekte

Investitionen in Salzburgs Kulturgüter

Die Fuscher Bergführerfahne ist mit ihren mehr als 110 Jahren die älteste im Land Salzburg und die zweitälteste in ganz Österreich – ein Umstand, der an ihrem Stoff nicht spurlos vorübergegangen ist. Nun wurde das gute Stück restauriert. „Es handelt sich dabei um eines jener 147 Projekte, die aus dem Förderprogramm zur Erhaltung des kulturellen Erbes unterstützt wurden. 2019 wurden dafür rund 1,2 Millionen Euro ausgegeben“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Betrachtet man das Investitionsvolumen, das durch diese Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen ausgelöst wird, so belief sich dieses 2019 auf rund 18,4 Millionen Euro. „Damit helfen wir mit, Bauten, Kleindenkmäler und andere Objekte zu erhalten. Diese sind ein wichtiger Teil des Kulturlandes Salzburgs und tragen viel zur Unverwechselbarkeit und Identität des Landes bei“, betont Kulturreferent Schellhorn.

Originalfahne wird Ausstellungsstück

Die Fuscher Bergführerfahne wurde am 20. Mai 1907 geweiht. Auf der Vorderseite sind unter anderem ein Edelweiß und zwei gekreuzte Eispickel zu sehen, auf der Rückseite der Schutzpatron der Bergsteiger und die Inschrift „Hl. Josef beschütze uns!“. Sie wird nun in neuem, alten Glanz in den Ausstellungsräumen der Großglockner Hochalpenstraße auf dem Piffkar einen geeigneten Platz finden. Der Bergführerverein erhält ein Duplikat der historischen Fahne für seine künftigen Ausrückungen.

Im „Lichte“ des Großglockners

Die Erstbesteigung des Großglockners am 28. Juli 1800 war so etwas wie die Initialzündung für den Beginn des Tourismus in den Alpen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Schutzhütten verschiedener Touristen- und Alpinklubs sowie Bergführervereine entstanden. Vom Pinzgau aus wurde Österreichs höchster Berg im Jahr 1860 durch das Fuschertal über die Pfandlscharte und die Pasterze erstmals erklommen. In diesem Jahr gab es in Fusch auch schon den ersten amtlich autorisierten Bergführer. 1880 wurde dann der Bergführerverein gegründet. 20 Jahre später zählte dieser bereits 33 Mitglieder.

Fast 1.000 Projekte seit 2013

Das Förderprogramm zur Erhaltung des kulturellen Erbes wird landesweit bereits seit vielen erfolgreich umgesetzt. Fast 1.000 Projekte hat das Land seit 2013 mit 9,1 Millionen Euro gefördert. „Damit wollen wir engagierte Privatpersonen bei der Restaurierung ihrer historischen Bauten unterstützen. Diese werden durch professionelle Sanierung, in Partnerschaft mit den Besitzerinnen und Besitzern, für die nächsten Generationen erhalten“, erläutert Schellhorn.

Lungau als Spitzenreiter

Mit einer Fördersumme von 320.000 Euro für 47 Projekte wurde 2019 im Lungau am meisten investiert. Die Außensanierung der Pfarrkirche und die Renovierung des Scharfetterhauses in St. Michael sowie die Eindeckung des Karnerguts in Lessach stellten dabei die größten Vorhaben dar. Dahinter folgen der Pinzgau und der Flachgau mit je rund 145.000 Euro und 28 beziehungsweise 14 unterstützten Projekten. Dazu zählen beispielsweise die Ölbergkapelle in St. Martin bei Lofer, die Fassade des Leoganger Kirchenwirts, der Vogtturm in Zell am See sowie das Stiftsgebäude in Seekirchen am Wallersee und die St. Georgener Pfarrkirche. Im Pongau wurden 14 Sanierungen mit etwas mehr als 110.000 Euro gefördert, und im Tennengau waren es 45.000 Euro für neun Projekte. Was die Landeshauptstadt betrifft, so wurde hier 2019 eine Pauschalsumme von 400.000 Euro an den Altstadterhaltungsfonds überwiesen.

 

Quelle: Land Salzburg

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