Neues Landesdienstleistungszentrum SBG

Landesdienstleistungszentrum hat ein Gesicht

Internationale Jury kürte Siegerprojekt

Das neue Dienstleistungszentrum wird nach den Plänen des Architekturbüros Burtscher-Durig aus Wien gebaut, das geht aus der einstimmigen Entscheidung einer international besetzten Fachjury hervor. 

Vor rund drei Jahren hat die Landesregierung gemeinsam den Neubau des Dienstleistungszentrums beschlossen, technisch und wirtschaftlich sinnvoller als andere Ansätze. „Mit dem Neubau wird ein großer Teil der Landesverwaltung gebündelt und ist in der Nähe des Bahnhofes gut erreichbar - für die Salzburgerinnen und Salzburger, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es, bis zum Frühjahr 2023 alle Pläne eingereicht zu haben und die Baubewilligung zu haben. Im Herbst 2023 soll der Spatenstich erfolgen“, legt Landeshauptmann Wilfried Haslauer den Zeitplan fest.

Der Zeitplan steht, die konkrete Umsetzung kann nun mit dem Feststehen des Siegerprojektes beginnen. Hier ein paar Eckpunkte des Siegerprojektes:

Gebäude wird in Holz-Hybridbauweise errichtet
Kern und Sockel werden massiv gebaut, der Rest mittels Modulbauweise in Holz
Umfangreiche Begrünung
Vier verschiedene Höhen die an das Umfeld angepasst sind
Zweigeschossige öffentliche Sockelzone mit Bürgerservice und Sonderflächen
Halböffentliches Zwischengeschoss mit Konferenz- und Besprechungsräumen
Weitere nicht-öffentliche Geschosse für Büroflächen

Für Landesamtsdirektor Sebastian Huber hat die Funktionalität des neuen Landesdienstleistungszentrums Priorität: „Mitarbeiter und Bürger sollen sich in dem neuen Gebäude wohlfühlen. Dazu gehört in Zeiten des Klimawandels auch, dass das Gebäude nachhaltig sein muss. Die Verwendung von entsprechenden Materialien - etwa Holz - war ausdrücklich gewünscht.

„Die Entscheidung war letztlich eindeutig“, so Roland Gnaiger, Vorsitzender der Fachjury. Am Mittwoch prüften die Vertreter des Landes Salzburg, Mitglieder der Stadtplanung des Gestaltungsbeirates sowie Ziviltechniker, Architekten und Ingenieure noch einmal die Einreichungen der letzten zwölf Kandidaten. Der Entwurf des Architekturbüros Burtscher-Durig erfüllt alle Kriterien. „Das besondere an dem Entwurf ist, dass das Projekt das bisher nicht so attraktive Gebiet qualitativ aufwertet zu einem attraktiven, verkehrsberuhigten Stadtraum macht, der gleichzeitig der Empfangsbereich für das neue Dienstleistungszentrum ist. Es wird damit eine einladende Geste gesandt“, sagt Gnaiger.

Marianne Durig und Ulrich Burtscher vom siegreichen Architektenbüro betonen, dass sie das Gebäude „so formen wollten, dass die engen Straßenfluchten sich auftun, die Belichtung auch für die Nachbargebäude sich verbessert und damit das Gebiet sich aufweitet. Das Dienstleistungszentrum soll auf die Nachbarschaft reagieren und sich gut einfügen. Insgesamt wird es eine freundliche Erscheinung, ein ökologisches, wirtschaftliches Gebäude, in dem das Arbeiten angenehm ist, mit dem man sich auch gut im Freien aufhalten kann.“

Sobald die finanziellen Vertragsverhandlungen abgeschlossen sind, startet die Planungsphase. Ziel ist es bis Frühjahr 2023 alle Pläne eingereicht und die Baubewilligung bekommen zu haben. Im Herbst 2023 soll der Spatenstich auf dem Gelände nahe des Salzburger Hauptbahnhofes erfolgen. Bis zum Sommer 2026 erfolgt die Fertigstellung des neuen Bürgerzentrums. Für die 1.150 Landesbediensteten steht dann auch der Umzug in das moderne Gebäude bevor.

Aus heutiger Sicht wird die Errichtung des Gebäudes rund 200 bis 220 Millionen Euro kosten. Dem gegenüber stehen Verkaufserlöse von nicht mehr benötigten Liegenschaften und die Ersparnis von Mietkosten, Verkaufserlöse und Sanierungskosten zwischen 170 und 200 Millionen Euro in den nächsten 25 Jahren.