Interesse in der Stadt Salzburg groß

Startschuss für die vier Teststage in Salzburg

Interesse in der Stadt Salzburg groß

Nach dem heutigen Teststart um 08 Uhr in der Früh wurden die Kapazitäten bereits erhöht.

Mit 70 Lokalen an drei Standorten – Kongresshaus, Messezentrum und Flughafen - macht die Stadt Salzburg heute den Auftakt der Massentests auf das Corona-Virus im Bundesland. Schon vor der Öffnung der Teststraßen, bildeten sich zum Beispiel beim Kongresshaus lange Schlangen. „Ich lade alle ein, mitzumachen und diesen Beitrag zu leisten. Es dauert nicht lange, ist unkompliziert und es wird niemand abgewiesen, das ist mir ein besonderes Anliegen. Dass es ab und an zu Wartezeiten kommen kann, dafür bitte ich um Verständnis. Sie werden so kurz wie möglich gehalten. Ich sehe sie aber als gutes Zeichen, dass Salzburg wie so oft zusammenhält“, so Haslauer.

Das Ziel der Massentests ist klar: „Wir wollen unwissend infizierte Personen erkennen, damit wir die Infektionskette durchbrechen können und außerdem einen Überblick über die aktuelle Lage in Salzburg erhalten“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Morgen, Samstag, wird im Lungau und Pinzgau getestet, am Sonntag sind der Flachgau, Tennengau und Pongau an der Reihe. Am Montag folgen noch die Seniorenwohnhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Die Einsatzorganisationen, Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften, der Katastrophenschutz des Landes sowie viele Freiwillige sorgen für die aufwändige Logistik und Abwicklung. Ein Blick auf die vielen helfenden Hände in der Stadt Salzburg, wo seit 8 Uhr der Andrang groß ist.

Der Fahrplan für die Massentests in Salzburg

Das Bundesland Salzburg testet bis 14. Dezember umfangreich und umfassend auf das Corona-Virus - freiwillig, kostenlos und in der Nähe. Hier noch einmal der „Fahrplan“ im Dezember zur Erinnerung.

  • 1. und 2. Dezember Annaberg-Lungötz
  • 5. und 6. Dezember: Personal aus dem Bildungsbereich
  • 11. bis 13. Dezember: Alle Bewohnerinnen und Bewohner
  • 14. Dezember: Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenwohnhäusern und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen 


Michael Haybäck: „Kapazitäten im Kongresszentrum erhöht.“

„In der Stadt Salzburg gibt es drei barrierefreie Standorte im Messezentrum, im Kongresszentrum und am Flughafen mit insgesamt 210 Testspuren, die gut durchorganisiert sind. Mit insgesamt 1.000 Helfern, einer durchdachten Logistik und umfassenden Informationen an den Teststandorten sowie im Internet gewährleisten wir, dass ein sicheres Testen möglich ist und wir den Bewohnerinnen und Bewohnern einen gewohnt sehr guten Service bieten können“, sagte Michael Haybäck, der Abteilungsvorstand der Bezirksverwaltung Stadt Salzburg. Am Nachmittag wurden die Kapazitäten wegen des großen Ansturms im Kongresszentrum um ein Drittel erhöht.

Anton Waldner: „359 Soldaten sind in der Stadt im Einsatz.“

„Nachdem das Militärkommando Salzburg die Testung der Pädagogen federführend durchgeführt hat, sind wir bei der Massentestung der Bevölkerung in einer unterstützenden Rolle tätig. Das Bundesheer hat einerseits die Covid-Schnelltests an alle Gemeinden Salzburgs zugestellt und unterstützt das Magistrat Salzburg mit Personal in den Testspuren selbst sowie im Leitdienst vor den Stationen. Insgesamt sind 359 Soldaten des Pionierbataillons 2, des Radarbataillons und des Jägerbataillons heute und morgen im Bereich der Stadt Salzburg eingesetzt. Darüber hinaus unterstützen 92 Soldaten und Zivilbedienstete seit Wochen an allen Bezirkshauptmannschaften, dem Magistrat Salzburg und dem Land Salzburg die Behörden beim Contact Tracing“, so Militärkommandant Anton Waldner.


Herbert Steinkogler: „Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos.“

„Den Start der Massentestung in der Stadt Salzburg hatten wir sehr gut vorbereitet. Das Abstrichpersonal und die medizinischen Fachkräfte sind eingeschult beziehungsweise schon sehr erfahren. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Landeshauptstadt funktioniert reibungslos, das hilft enorm bei dieser logistischen Herausforderung“, erklärt Helmut Steinkogler, Rotkreuz- Einsatzleiter.


Reinhold Ortler: „Berufsfeuerwehr beratend und logistisch tätig.“

„Die Berufsfeuerwehr der Stadt Salzburg hat bei den Vorbereitungen zum Corona-Flächentest die Logistik innerhalb der Stadt Salzburg übernommen. Zudem waren wir beratend im Einsatzstab der Stadt tätig und unterstützten auch den Landesfeuerwehrverband bei der Auslieferung der für die Testung erforderlichen medizinische Produkte“, sagt Reinhold Ortler, Branddirektor für die Stadt Salzburg.

Michael Leprich: „Das geht nur mit Teamarbeit.“

„Seit Dienstag sind wir intensiv damit beschäftigt die Massentests im Bereich der Logistik und Transport zu unterstützen. Nur durch Teamarbeit, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, Bundesheer und Land Salzburg kann so eine Aufgabe bewältigt werden. Allein in der Stadt Salzburg werden bei diesem Projekt ca. 150 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg eingesetzt“, so der Ortsfeuerwehrkommandant der Stadt Salzburg Michael Leprich.

Markus Kurcz, der Organisator im Hintergrund

Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes im Land Salzburg, hat die Massentests in Salzburg organisiert. Wie man es von ihm gewohnt ist generalstabsmäßig und mit Herzblut ganz der Mission verschrieben. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat mit ihm gesprochen.  

LMZ: Was waren und sind die größten Herausforderungen bei den Massentests?

Kurcz: Eine besondere Herausforderung war zweifelsohne der für die Vorbereitung verbleibende knappe Zeitraum. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass das Gesamtpaket Massentest bereits am 1. Dezember in Annaberg zur Anwendung gebracht wurde. Immer herausfordernd sind natürlich alle IT-gestützten Prozesse und Abläufe, insbesondere, wenn diese erst parallel zur Gesamtplanung entwickelt, getestet und die Mitarbeiter darauf geschult werden müssen.

LMZ: Welche Erfahrungen haben sie mit den Gemeinden bei den Vorbereitungen gemacht?

Kurcz: Durchwegs gute, was bestimmt auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Massentests ähnlich wie eine Wahl organisiert werden. Die Gemeinden haben bei Vorgänge und Abläufe einer Wahl einen sehr guten „Trainingsstatus“.

LMZ: Gibt es bei der Planung Unsicherheiten beziehungsweise Faktoren die im Voraus nicht zur Gänze berücksichtigt werden können? Wie weit ist man in den Testzentren flexibel genug um reagieren zu können?

Kurcz: Ja, die Stabilität der IT- oder EDV-Systeme. Sollten diese ausfallen, gibt es aber neben einer Hotline für die Gemeinde-Contact-Tracer einen analogen Prozess mit handschriftlich zu führenden Formularen und eigens eingerichtete Boten-Dienste der Bezirkshauptmannschaften. Wir hoffen aber und sind guter Dinge, dass wir das nicht brauchen werden.