Inflationsrate auf 2,4 Prozent gestiegen

Preisexplosion bei Butter

Inflationsrate auf 2,4 Prozent gestiegen

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2015 (VPI 2015) lag für den Monat September bei 103,6. Gegenüber dem Vormonat August stieg das durchschnittliche Preisniveau um 1,0%.

Ohne Ausgaben für Freizeit und Kultur hätte die Inflation 2,0% betragen

In der Ausgabengruppe Freizeit und Kultur stiegen die Preise im Jahresvergleich durchschnittlich um 3,5% (Einfluss: +0,39 Prozentpunkte). Geräte für Audiovision, Fotografie und EDV kosteten insgesamt um 6,7% mehr (Einfluss: +0,08 Prozentpunkte), Freizeit- und Kulturdienstleistungen insgesamt um 1,8% (Einfluss: +0,08 Prozentpunkte). Zeitungen und Zeitschriften, deren Preise im August im Jahresabstand noch um 4,1% gestiegen waren, verteuerten sich im September um 9,9%. Für Pauschalreisen erhöhten sich die Preise durchschnittlich um 3,1% und für Pflanzen um 6,8%.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verzeichneten einen durchschnittlichen Preisschub von 3,1% (Einfluss: +0,37 Prozentpunkte). Nahrungsmittel alleine verteuerten sich ebenfalls um durchschnittlich 3,1% (Einfluss: +0,33 Prozentpunkte), deutlich mehr als im August (+2,6%; Einfluss: +0,27 Prozentpunkte). Starke Dynamik zeigten insbesondere die Preise für Fleisch (September +2,1%, August 1,5%) und Obst (September +1,1%, August -1,3%). Für Milch, Käse und Eier stiegen die Preise um insgesamt 5,3%, für Öle und Fette um 19,5% (Butter +44,6%), für Fisch um 10,5%, für Brot und Getreideerzeugnisse um 1,6% und für Gemüse um 0,5%. Alkoholfreie Getränke kosteten insgesamt um 2,8% mehr (August +1,7%) – dazu trugen überwiegend höhere Kaffeepreise bei (September +6,8%, August +3,4%).

Wohnung, Wasser, Energie verteuerten sich um durchschnittlich 1,8% (Einfluss: +0,36 Prozentpunkte). Wohnungsmieten stiegen um 4,3% (Einfluss: +0,22 Prozentpunkte), die Instandhaltung von Wohnungen wurde um durchschnittlich 2,0% teurer (Einfluss: +0,13 Prozentpunkte). Die um 5,5% verbilligten Strompreise beeinflussten die Preisentwicklung der gesamten Haushaltsenergie merklich (insgesamt -1,3%; Gas -1,3%, Fernwärme +1,2%, feste Brennstoffe +1,6%, Heizöl +8,7%).

Die Preise für Verkehrsausgaben stiegen um durchschnittlich 2,7% (Einfluss: +0,36 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren Treibstoffe, die im September insgesamt um 5,1% (Einfluss: +0,18 Prozentpunkte) mehr kosteten (August +4,0%; Einfluss: +0,14 Prozentpunkte). Flugtickets ins Ausland verteuerten sich um 16,9% (Einfluss: +0,07 Prozentpunkte), für Reparaturen privater Verkehrsmittel zahlte man um 2,0% mehr.

Restaurants und Hotels verzeichneten um durchschnittlich 3,2% höhere Preise (Einfluss: +0,35 Prozentpunkte), wofür teurere Bewirtungsdienstleistungen (insgesamt +3,0%; Einfluss: +0,30 Prozentpunkte) ausschlaggebend waren. Beherbergungsdienstleistungen kosteten im September um 3,4% mehr (Einfluss: +0,05 Prozentpunkte); im August hatte die Jahresveränderungsrate noch +1,7% betragen.

Die Ausgaben für Nachrichtenübermittlung verbilligten sich um durchschnittlich 2,7% (Einfluss: -0,06 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren Telefon- und Telefaxdienste (insgesamt -3,4%).

Inflation September 2017 gegenüber August 2017: +1,0%

Als Hauptpreistreiber im Monatsabstand erwiesen sich die Ausgaben für Bekleidung und Schuhe (durchschnittlich +22,0%; Einfluss: +0,91 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren das Ende der Sommerschlussverkäufe und das Eintreffen der Herbst/Winterkollektion. Insgesamt verteuerten sich Bekleidungsartikel durch diese Effekte gegenüber August 2017 um 25,9% und Schuhe um 14,2%.

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand waren die Ausgaben für Freizeit und Kultur (durchschnittlich -1,3%; Einfluss: -0,16 Prozentpunkte). Saisonbedingt billigere Pauschalreisen (insgesamt -10,4%) waren dafür ausschlaggebend.

Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im September 2017: +2,6%

Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2015) lag im September bei 103,93. Die harmonisierte Inflationsrate betrug +2,6% (August +2,1%); die Differenz zum VPI von +0,2 Prozentpunkten beruht auf Gewichtungsunterschieden zwischen VPI und HVPI (siehe methodische Informationen). Deutliche Teuerungen für Restaurants und Hotels sowie starke Preisanstiege bei Flugtickets ins Ausland (jeweils höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) erhöhten den HVPI markant gegenüber dem VPI. Höhere Preise für Treibstoffe (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) ließen den HVPI zusätzlich gegenüber dem VPI ansteigen. Gestiegene Kosten für die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen, Mieten sowie für Versicherungsdienstleistungen (jeweils geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) verminderten hingegen den HVPI gegenüber dem VPI.

Inflation für täglichen und wöchentlichen Einkauf deutlich höher als jene des VPI

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, erhöhte sich im Jahresabstand um 5,3% (August +4,1%). Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 3,6% (August +3,0%).

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