In Salzburg rund 85 Prozent

Umsatzverlust für Seilbahnen

In Salzburg rund 85 Prozent

Offenhalten der Lifte im "Corona-Winter" rechnet sich betriebswirtschaftlich nicht - 2,3 Mrd. Bruttoumsatzverlust im Wintertourismus - Große Skigebiete jedenfalls bis Anfang März geöffnet.

Die Corona-Pandemie wird den Seilbahnen in Salzburg in dieser Wintersaison einen Umsatzverlust von voraussichtlich 85 Prozent bescheren. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Manova, wie die Wirtschaftskammer Salzburg am Freitag bekannt gab. "Die Salzburger Tourismuswirtschaft insgesamt wird im Corona-Winter einen Bruttoumsatzverlust von 2,3 Milliarden Euro verkraften müssen", erklärte der Sprecher der Salzburger Seilbahnen, Erich Egger.

Besonders schmerzlich sei, dass durch das Fehlen der Ersteintritte von Urlaubsgästen (minus 75 Prozent) der Einnahmenausfall drastisch ausfallen werde. Allein bei dem großen Umsatzbringer, den Mehrtageskarten, die in diesem Winter so gut wie gar nicht verkauft würden, sei ein Verlust von 320 Millionen Euro prognostiziert, erläuterte Egger, der auch Geschäftsführer der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See ist. Da die Seilbahnunternehmen bisher 80 Prozent ihres Umsatzes im Winter erzielten, werde sich der "Corona-Winter" noch länger auf den Betrieb und die künftigen Investitionen auswirken.

Obwohl sich das Offenhalten der Lifte in diesem Winter rein betriebswirtschaftlich nicht rechne, stehe die Salzburger Seilbahnwirtschaft weiterhin zu dem Übereinkommen, der Salzburger Bevölkerung ein attraktives Skiangebot zur Verfügung zu stellen. "Die großen Skigebiete werden in jedem Fall bis Anfang März weiterfahren und ihr Angebot in den Semesterferien auch erweitern", sagte Egger. "Wir sehen das als Investition in die Zukunft des Wintersports, sind es doch gerade jetzt auch viele Kinder und Jugendliche, die das Angebot nutzen." Die Liftbetreiber wollen damit der Salzburger Bevölkerung etwas zurückgeben und "unser Image als führende Wintersportdestination weiter festigen".