02. November 2015 15:57
Der Winter rückt näher
Igel brauchen unsere Hilfe
Herbstzeit ist Igelzeit. Die stacheligen Zeitgenossen bereiten sich momentan auf den Winterschlaf vor, doch Manche brauchen unsere Hilfe um zu überleben.
Igel brauchen unsere Hilfe
© sxc

Wer liebt sie nicht. Die niedlichen Tierchen mit den schwarzen Knopfaugen sind im Herbst wieder mächtig unterwegs. Allerdings werden manche Igel den Winter ohne menschliche Hilfe nicht überleben. Doch wie erkennt man, ob ein Igel Hilfe braucht. Wir haben uns mit Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen unterhalten. "Igel sind normalerweise nachtaktiv. Das heißt, wenn man die Tierchen tagsüber sieht, ist das kein gutes Zeichen. Sollte der Igel kleiner als 20 cm sein oder unter 600 Gramm wiegen, braucht er auf jeden Fall menschliche Unterstützung um den Winter zu überleben", erklärt Frau Stadler im Antenne Salzburg Interview.

Igel sind echte Fleischtiger

Füttern sollte man die stacheligen Zeitgenossen am besten mit getrockneten Insekten (Zoogeschäfte). Am Anfang darf man auch ruhig Katzenfutter verwenden, nach einer Woche aber auf jeden Fall umstellen. Milch, Obst und Gemüse sind kein geeignetes Igelfutter. Das Winterquartier sollte ebenfalls gewisse Kriterien erfüllen: Die Temperaturen im Raum dürfen nicht unter Null Grad fallen, außerdem muss die Igelunterkunft vor Zugluf geschützt sein. Stroh, Laub oder Heu eignen sich besonders gut für das Igelbett.

Gefährliche Laubbläser

Johanna Stadler stuft Laubbläser als eine große Gefahr für Igel ein: "Laubbläser sind absolut unnatürlich und zerstören den Lebensraum von Igel und Co. Es kann zu Verletzungen kommen und der Lebensraum der Igel wird total durcheinander gebracht."