Hoteliers in Zell am See fürchten Einbußen

Burkaverbot

Hoteliers in Zell am See fürchten Einbußen

Gesterb ist unter anderem das Burkaverbot in Begutachtung gegangen. Die Wintertourismushochburg Zell am See ist vor allem für ihre vielen arabischen Gäste bekannt. Hoteliers und Gastronomen in der Region befürchten nun zum Teil hohe Einbußen bei den Umsatzahlen.

Harald Bruckner, Geschäftsführer des Hotels Neue Post im Zentrum von Zell am See rechnet im Sommer mit einem kräftigen Rückgang an Gästen aus dem arabischen Raum. "Im August rechne ich mit minus 20% bis 30%, nur bei den saudiarabischen Gästen", so Bruckner im Antenne Interview. Im Gesamtumsatz wäre das zwar keine Katastrophe, aber dennoch stark spürbar.

Das Burkaverbot ist Teil des neuen Integrationsgesetzes, das im Zuge des neuen Regierungsprogramms von SPÖ und ÖVP beschlossen wurde. Es beinhaltet außerdem das Integrationsjahr und mehr Deutschkurse für Asylberechtigte.

Tessin als Vorreiter

Im Schweizer Kanton Tessin ist schon ein Burkaverbot seit Juli 2016 aktiv. Der Kanton lebt im Sommer auch hauptsächlich von der arabisch-stämmigen Touristengruppe und auch hier wurde heftig diskutiert. In den ersten 6 Monaten hat vor allem der Hotspot Lugano und Umgebung allerdings fast nur Positives zu berichten wie Giovanni Lia, ein Hotelier im Ort, Antenne Salzburg berichtet: „Seit der Einführung des Burkaverbotes hatten wir nur sechs polizeiliche Vorfälle. Die Gäste nehmen es auch an und es ist bis jetzt noch kein Rückgang der Besucher erkennbar.“

Diese Ergebnisse aus der Schweiz können die Hoteliers im Pinzgau positiv stimmen. Vielleicht wird es trotz dem Burkaverbot nicht so schlimm, wie erwartet.

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