Hoher Anstieg an Arbeitslosigkeit

Coronakrise in Salzburg

Hoher Anstieg an Arbeitslosigkeit

Die Coronakrise trifft den Arbeitsmarkt in den Bundesländern unterschiedlich. Während die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer in Tirol (+75 Prozent) und Salzburg (+50,8 Prozent) Ende Juli im Vergleich zu Ende Juli 2019 kräftig zulegte, belief sich das Plus in Kärnten auf 25,6 Prozent. Der brummende Sommertourismus rund um die Kärntner Seen hat zu einer Arbeitsmarktentspannung geführt.

Auch deutlich steigende Arbeitslosenzahlen verzeichnete Vorarlberg mit plus 44,3 Prozent. Geringer fiel das Plus in der Steiermark (+34,3 Prozent), Oberösterreich (+31,6 Prozent), Wien (+31,1 Prozent) und Burgenland (+26,3 Prozent) aus, geht aus aktuellen Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Nach Altersgruppen betrachtet gab es den stärksten Anstieg der Arbeitslosen- und Schulungsteilnehmer bei den 25 bis 49-Jährigen mit plus 37,6 Prozent, gefolgt von den Älteren (50 Jahre und älter) mit plus 28,7 Prozent und den Jugendlichen unter 25 Jahren mit plus 24,6 Prozent. Ohne Schulungsteilnehmer stieg die Zahl der arbeitslosen Jugendliche um 52,4 Prozent.

Besonders stark steigende Arbeitslosen- und Schulungsteilnehmerzahlen wurden Ende Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Ausländern (+42,4 Prozent), Personen mit höherer Ausbildung (+35,2 Prozent) und Personen mit maximal Pflichtschulausbildung (+33,1 Prozent) verzeichnet. Der Anstieg bei Frauen (+32,1 Prozent) und Männern (+33,8 Prozent) fiel ähnlich hoch aus.

Die Arbeitslosigkeit ist speziell im Tourismus coronabedingt weiterhin hoch. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer im Bereich Beherbergung und Gastronomie lag Ende Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 73,8 Prozent höher bei rund 55.367. Die laufende Sommer-Hochsaison hat die Tourismus-Arbeitslosenzahlen aber merkbar sinken lassen, im Juni waren noch mehr als 73.00 ohne Job.

Kräftig stieg die Arbeitslosigkeit auch im Verkehr und Lagerwesen (+55,4 Prozent) und am Bau (+41 Prozent). Den relativ niedrigsten Anstieg gab es im Gesundheits- und Sozialwesen (+24,5 Prozent), gefolgt vom Bereich Leiharbeit (+31,6 Prozent), Handel (+33,1 Prozent) und Herstellung von Waren (+36,4 Prozent).

 

Quelle: APA

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