Hitze schadet unseren Christbäumen

Weihnachten in Gefahr?

Hitze schadet unseren Christbäumen

Es wird immer schwieriger für unsere heimischen Christbaumverkäufer. Das bestätigt auch Johann Noppinger, Juniorchef der Christbaumplantage Noppinger in Nußdorf: „Die Wetterextreme der letzten Jahre tun keiner Nordmann-Tanne gut. Ein Mittelmaß wie früher, wie einen Frühling, gibt es nicht mehr. Das bedeutet natürlich Stress für die Bäume.“

Bald muss vielleicht ein zweites Mal gesetzt werden

Früher sind die Christbäume einmal im Jahr gesetzt worden. Das wird aber in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr reichen, sagt Noppinger. Denn heuer ist von der ersten Setzung ein Ausschuss von gut 40 Prozent da. Momentan überlegen Noppinger und seine Familie, ein zweites Mal zu setzen.

Bis ein zwei Meter hoher Baum fertig gewachsen ist, vergehen zwischen acht und zehn Jahre, je nach Untergrund. Es muss also jetzt schon für die nächsten Jahre vorproduziert werden. Einige große Plantagen setzen mittlerweile auch auf Bewässerungsanlagen. Aber vor allem für kleine Familienbetriebe sind solche Investitionen so gut wie untragbar, erklärt Noppinger: „Das ist mit massiven Kosten verbunden. Es wird nichts gefördert, man muss alles selbst stemmen. Aber langfristig gesehen muss man es vielleicht in Erwägung ziehen.“

Zumindest für heuer sollte unser Weihnachtsfest zwar gerettet sein. Noppinger befürchtet keine Einbußen, jedoch muss der Herbst abgewartet werden. Für die Zukunft müsse aber eine Lösung her, denn es werde immer wärmer und wärmer. Trotzdem wollen Noppinger und seine Familie weiterhin am Christbaumgeschäft festhalten. Denn die strahlenden Kinderaugen kann einem niemand nehmen.

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