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Heimauftritt von Fenninger beim Flachau-Slalom kein Thema

Salzburgerin setzt weiter auf Slalom-Enthaltsamkeit – Zettel vor hoch dotiertem Heimauftritt wieder gesund.

Beim mit 125.000 Euro dotierten Damen-Nachtslalom am Dienstag in Flachau fehlt nicht nur Lokalmatadorin Marlies Schild, sondern mit Anna Fenninger auch der aktuelle Salzburger ÖSV-Shooting-Star. Die 23-Jährige bestreitet seit einiger Zeit keine Spezialslaloms mehr und wird den höchstdotierten Saisonslalom auch nicht nutzen, um für die Superkombination zu trainieren. Vielmehr bereitet sich Fenninger bereits auf die nächsten Speed-Rennen in Cortina d'Ampezzo vor.

Fenninger ist erst so richtig erfolgreich, seit sie - ähnlich wie Elisabeth Görgl - den Spezialslalom komplett auf der Seite lässt. "Und diese Strategie bleibt gleich", betonte ÖSV-Technikchef Günter Obkircher.

Alle Bewerbe zu bestreiten war die damals modische Begleitmusik der Anna Fenninger gewesen, nachdem sie im November 2006 als 17-Jährige blutjung in den Weltcup gekommen und früh als "neue Pröll" akklamiert worden war. "Sie hat sich in diesen Jahren auf alles gestürzt, das ist nicht gut gegangen", erinnert sich Obkircher. "Seit sie nur noch vom Riesentorlauf aufwärts setzt, geht der Plan hingegen auf."

Ihren letzten Spezialslalom hat Fenninger vergangene Saison in Flachau bestritten. "Spezialslaloms kann man mit Kombi-Torläufen nicht vergleichen. Und vom Spezialslalom bin ich im Moment sehr weit weg", erklärte die Salzburgerin, warum derzeit ein Heimstart auch aus ihrer Sicht keinen Sinn macht. Die Abfahrts-Dritte und Super-G-Zweite von St. Anton wird Dienstag Richtung Cortina reisen und auf dem Weg einen Trainingstag einlegen.

Slalomerfolge

Derzeit müssen vor allem Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser für die ÖSV-Slalomerfolge sorgen. Zettel ist zu früherer Klasse zurückgekehrt und hat trotz dreier Ausfälle mit einem Sieg (Aspen) und einem zweiten Platz (Semmering) gezeigt, dass sie zu den WM-Medaillenfavoritinnen zählt.

Die Niederösterreicherin ist Österreichs bisher einzige Slalom-Saisonsiegerin und hat ihre in einem frühen Einfädler geendete Zagreb-Grippe auskuriert. "Kathrin braucht relativ wenig Umfang, um wieder in Schuss zu kommen", beruhigte Obkircher nach zwei guten Trainingstagen in Hinterreit.

Kirchgasser kämpft hingegen noch immer um die WM-Form. "Sie hat aber das Potenzial für ganz nach vorne", ist Obkircher überzeugt. Das bedauerliche Fehlen von Weltmeisterin Schild könne auch beflügeln, ist Obkircher überzeugt. "Es ist auch eine Chance, sich selbst ins Rampenlicht zu bringen."

Hinter Zettel und Kirchgasser kämpfen Schild-Schwester Bernadette, Nicole Hosp, Carmen Thalmann, Alexandra Daum und Jessica Depauli um die restlichen zwei WM-Plätze, nachdem das Team durch das Schild-Aus einen fünften WM-Startplatz wieder verloren hat.

Nach Flachau wird Maribor - sofern die Rennen dort wegen anhaltenden Schneemangels nicht nach Kranjska Gora verlegt werden - am 27. Jänner zur letzten Slalom-Qualichance. Denn der Moskauer City Event am Dienstag vor der WM zählt zwar zum Slalom-Weltcup, aber nicht wirklich als WM-Kriterium. "Das ist ein eigener Bewerb, hat mit einem klassischen Slalom nichts zu tun", winkte Obkircher ab.

Von den zuletzt von Damenchef Herbert Mandl noch wegen zu großer Vorsicht kritisierten Slalom-Damen hat zuletzt in Zagreb vor allem Bernadette Schild mit Platz sieben aufgezeigt. Obkircher ist aber überzeugt, dass alle ÖSV-Damen auch in Flachau wieder alles riskieren. "Der Hang lädt nicht zum Taktieren ein. Vielmehr ist absolute Risikobereitschaft notwendig."

Ob auch Lindsey Vonn in Flachau dabei ist, war vorerst unklar. Die US-Amerikanerin war nach einmonatiger Auszeit in St. Anton in den Weltcup zurückgekehrt. Fixstarterin war sie auf jeden Fall am Montagabend bei Servus-TV im Hangar-7.

Shiffrin peilt dritten Saisonsieg an

Heißeste US-Slalomaktie ist ohnehin Mikaela Shiffrin. Der 17-jährige US-Jungstar peilt den dritten Saisonsieg an und will nach der Zagreber Snow-Queen-Krone auch den Titel der Flachauer "Snow Space Princess" holen.

"Sie ist ihrem Alter weit voraus, fährt schnell und hat dennoch bereits eine sehr stabile Technik. Dazu kommt eine jugendliche Unbekümmertheit", zeigte sich Obkircher beeindruckt und gab zu: "So eine haben wir in diesem Jahrgang nicht."

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