Hearing der Salzburger Landesregierung

Heute

Hearing der Salzburger Landesregierung

Maria Hutter


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Ich war bisher Lehrerin und Bäuerin, die beiden schönsten Berufe überhaupt. Wenn ich an die Verantwortung in diesen beiden Bereichen, in denen ich zukünftig auch mit dem Bildungs- und Naturschutzressort zuständig sein soll, denke, kommt mir das Zitat von Arthur Schopenhauer immer wieder in den Sinn: 'Jeder Dumme kann einen Käfer zertreten, aber kein Professor der Welt kann einen herstellen.' Bildung und Ausbildung sind die Grundlagen für ein erfülltes Leben, jedes Kind muss seinen Begabungen entsprechend gefördert werden. Bildungserfolg darf nicht von der sozialen Herkunft abhängig sein. Schwerpunkte will ich im naturwissenschaftlichen Bereich setzen, Schulabbrüche vermeiden. Salzburg soll außerdem zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland Österreichs werden. Zum Thema Naturschutz steht der Schutz von Natur und Umwelt nicht nur im Koalitionsvertrag, sondern ist mir auch ein persönliches Anliegen. Als Bäuerin bin ich mir der Verantwortung bewusst, dass Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam für die Zukunft verantwortlich sind. Der Nationalpark umfasst drei Bezirke, 20 Gemeinden und 55.0000 Einwohnerinnen und Einwohner. Er ist für mich eine Herzensangelegenheit, besonders weil ich aus dem Flachland komme und mich die Schönheit der Landschaft einfach immer wieder überwältigt."

Josef Schwaiger


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Wir haben einen gewaltigen Standortvorteil in Salzburg, 50 Prozent der Fläche sind Wald. Hier sehe ich ein großes wirtschaftliches und forstwirtschaftliches Potenzial für den Baustoff Holz. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Als Agrarreferent ist es mir gelungen, die bäuerliche Struktur zu stabilisieren. Auf die Landwirtschaft müssen wir auch weiterhin schauen. Das Ressort Raumordnung werde ich in wenigen Tagen übernehmen, das wird eine sehr spannende Aufgabe werden. Wasser ist eine Lebensgrundlage wie keine zweite. Mit den privaten, genossenschaftlichen und kommunalen Wasserversorgern in Salzburg sind wir sehr gut aufgestellt. Wir unterstützen sie bei ihren Aufgaben und sichern damit das hohe Niveau weiterhin. Auch haben wir eine Strukturreform geschaffen. Hier haben wir ein Viertel an Personal eingespart. In der Landesverwaltung sind wir auf einem guten Weg. Hier wünsche ich mir künftig noch mehr Eigenverantwortung."

Andrea Klambauer

"Nach 20 Jahren in der Privatwirtschaft habe ich mich entschieden, in die Politik zu gehen. Ich komme aus der Mitte der Gesellschaft, und ich freue mich sehr, dass ich Ressorts übernehmen kann, die die Menschen wirklich bewegen, wie etwa das Thema leistbares Wohnen. Wohnen muss transparenter, innovativer und weniger bürokratisch sein. Ein weiteres Thema ist die Vereinbarkeit zischen Familie und Beruf. Ich möchte Kinderbetreuungsplätze flächendeckend ausbauen. Bildung beginnt im Kindergarten und ist Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit. Das heißt auch, dass Frauen künftig gleichberechtigt im Beruf behandelt werden müssen. Auch im Bereich der Integration möchte ich einen Weg der Mitte gehen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und ein konstruktives Miteinander."

​Heinrich Schellhorn

"Ich wurde 1961 auf einem Bergbauernhof geboren. Der Zusammenhalt in einer Großfamilie hat mich stärker geprägt als ich dachte. Das Ressort Soziales ist ein besonders wichtiges, und wir werden viele Schwerpunkte setzen. Einer davon wird die Pflege sein. Auch die Mindestsicherung bleibt weiterhin ein zentrales Thema ebenso wie die Weiterentwicklung der psychosozialen Versorgung im ganzen Land. In meinen neuen Ressorts Energie, Umwelt und Klimaschutz stehen wir auch vor großen Herausforderungen. Zum Schluss mein Angebot an alle Abgeordneten: Wenn Sie ein Anliegen haben, steht meine Tür immer offen. So habe ich das in der vergangenen Legislaturperiode gehalten, und das werde ich auch weiterhin tun."

Christian Stöckl

"Ich dachte immer, der Finanzbereich ist der forderndste. Aber es stellte sich der Gesundheitsbereich als noch mehr Knochenarbeit heraus. Wir haben unsere Finanzen saniert, aber müssen auch in Zukunft aufpassen, dass wir ausgeglichen budgetieren. Finanziell werden die Pflege, die Gesundheit, Mobilität und auch die Kinderbetreuung große Herausforderungen sein. Große Projekte werden auf den Weg gebracht. Ich denke da an die notwendigen Investitionen in unsere Krankenhäuser oder an die Stadtregionalbahn, sofern sich der Bund an der Finanzierung beteiligt. Es warten auf jeden Fall arbeitsreiche Jahre auf uns. Und eine gute Zusammenarbeit ist Voraussetzung, um das alles erfüllen zu können."

Wilfried Haslauer

"Mit dem Hearing der designierten Landesregierung schlagen wir ein neues Kapitel in der Politik auf. Wir diskutieren sachorientiert und auf Augenhöhe. Die Regierung soll in einem fairen Spiel kritisch hinterfragt werden, und ich wünsche mir, dass wir im Diskurs und Disput konstruktiv miteinander arbeiten. Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist besonders wichtig. Wir haben im Regierungsprogramm versucht, alle Lebensbereiche zu erfassen. Wir alle wissen, dass Politik immer nur eine Annäherung sein kann, und dabei wünsche ich mir ein konstruktives Miteinander. Die wichtigsten Schwerpunkte werden sein: Bildung, Mobilität, Pflege, Wirtschaft, Digitalisierung und Wohnen."

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