Handys in der Schultüte

Bald geht die Schule wieder los

Handys in der Schultüte

Süßigkeiten, Schulartikel und kleine Spielzeuge waren gestern – heutzutage gibt es ein Handy in der Schultüte. Damit sie ihre Kinder immer erreichen können, packen viele Eltern seit Neuestem auch Handys in die Schultüte der Erstklässler ein. Die Freude bei den Taferlklassler ist natürlich groß, dass aber auch viele Gefahren mit einem Handy verbunden sind, ist vielen Eltern nicht klar. Wir haben uns mit der Psychologin Andrea Hammer unterhalten und sie ist klar gegen Handys für Schulanfänger.

Visuelle Merkfähigkeit
Viele Eltern spielen mit ihren Kindern nicht mehr „richtig“ sondern sehr oft auf dem Handy oder Tablet. Auch beim Schlafen gehen wird das Tablet oft mit ins Bett genommen und gemeinsam mit den Eltern bis zu einschlafen gespielt oder ein Film angeschaut. Die Kinder haben daher eine viel höhere visuelle Merkfähigkeit als noch vor zehn Jahren.

Erreichbarkeit
Zum Thema Erreichbarkeit meint Andrea Hammer, dass ein 6-jähriges Kind noch nicht rund um die Uhr erreichbar sein muss. Kinder verlernen so das Gefühl für Termine und können sich auch nichts mehr ausmachen. Das zeigt sich auch bei den Jugendlichen, viele 18-jährige können sich keine Termine mehr ausmachen und telefonieren x-Mal vor dem Treffen noch wegen dem Termin oder wo sie parken sollen. In den letzten Jahren hat sich generell sehr viel an der Kommunikation verändert aber leider nicht zum Besseren.

Brauchen Erstklässler ein Handy
Die Psychologin spricht sich klar gegen Handys für Kinder in diesem Alter aus. Erst ab der Oberstufe oder dem Gymnasium können Kinder richtig mit mobilen Telefonen umgehen und diese auch richtig sinnvoll nutzen. Möchten die Eltern jedoch sicher gehen, dass ihr Kind sicher in der Schule ankommt, so kann das Handy, sobald das Kind in der Schule ist, ausgeschalten werden und eventuell der Klassenlehrerin übergeben werden. 

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