Hagleitner Verleihung

Dreifache Fertigungskapazität

Hagleitner Hygiene eröffnet neues Werk

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Salzburger Unternehmen investierte 37 Mio. Euro in Expansion und neues Ausbildungszentrum

Das Salzburger Hygieneunternehmen Hagleitner hat am Dienstag am Firmensitz in Zell am See nach knapp drei Jahren Bauzeit ein neues Werk eröffnet. Mit der zusätzlichen Fertigungsstätte kann die Produktionskapazität bei Desinfektions-, Reinigungs- und Kosmetikmittel auf bis zu 21 Millionen Artikel pro Jahr verdreifacht werden. Ausgebaut wurde parallel auch die Herstellungskapazität für Spender und Dosiergeräte: Statt 250.000 können jährlich 750.000 Geräte vom Band laufen.

Geschäftsführer Hans Georg Hagleitner zeigte sich in einer Aussendung davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Hygiene aus Österreich weiter steigen werde - nicht zuletzt eine Folge der Coronapandemie. "Das neue Werk dient auch als Ausfallversicherung für das bestehende Werk. Beide funktionieren voneinander unabhängig." Durch den nun abgeschlossenen Ausbau seien im Unternehmen 80 neue Arbeitsplätze entstanden.

Insgesamt hat Hagleitner 37 Millionen Euro in die Expansion investiert. Davon flossen 3,5 Millionen Euro in die Errichtung einer Hygieneakademie, die ebenfalls am Dienstag eingeweiht wurde. Das neue Ausbildungszentrum bietet Platz für 400 Personen und dient der Schulung und Information von Mitarbeitern, Partnern und Kunden - und soll sich auch an die interessierte Bevölkerung richten.

Hagleitner produziert Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Kosmetik und Medizinprodukte - dazu Spender, Dosiergeräte und Apps. Kunden sind in erster Linie Betriebe und öffentliche Institutionen wie etwa Restaurants und Hotels, Sportstätten, Schulen und Universitäten, Supermärkte, Ärzte, Apotheken, Pflegeheime und Krankenhäuser.

Seit 2020 verkauft Hagleitner unter der Marke "hagi" Hygienemittel auch direkt an den Konsumenten. Bisher waren die Abfüllmaschinen aber zum überwiegenden Teil nicht auf kleine Gebinde ausgerichtet. Es mangelte darum an Produktionskapazität. Mit dem Zubau werden nun ganz andere Stückzahlen möglich. "Bis 2027 möchten wir unseren Umsatz beim Endkundengeschäft verzehnfachen", betonte Stefanie Hagleitner, Tochter des Geschäftsführers und im Haus für "hagi" zuständig. Aktuell liege der Umsatz mit Privatkunden bei einer Million Euro. "2027 sollen es zehn Millionen Euro sein."

Insgesamt beschäftigte die Hagleitner-Gruppe mit Anfang April 1.314 Menschen an 27 Standorten in zwölf europäischen Ländern. Geforscht, entwickelt und produziert wird ausschließlich in Zell am See - alle anderen Niederlassungen sind Vertriebsstätten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 133,3 Millionen Euro - der Exportanteil beim Umsatz betrug 43,3 Prozent. Hagleitner wurde 1971 gegründet und befindet sich fest in Familienhand. Neben Hans Georg Hagleitner wirken auch seine beiden Töchter Katharina und Stefanie federführend im Betrieb mit.

Quelle: APA

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